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Eheleute Salomon

Biography of Edith Seppi Salomon geb. Reinach and Arno Salomon

Edith Seppi geborene Reinach und Arno Salomon heirateten am 2.Oktober 1941 in Bad Homburg. Dies ist die letzte beurkundete jüdische Trauung in Bad Homburg.
Arno Salomon wurde am 16.Dezember 1908 in Lautenburg / Westpreußen geboren und lebte zunächst bei seiner verwitweten Mutter Bertha in der Kisseleffstraße 12.
Edith Seppi wurde am 9. Juni 1917 als drittes Kind der Eheleute Albert und Bertha Reinach, geborene Rosenthal in Bad Homburg geboren. Als sich die politische Situation für Juden immer stärker zuspitzte, sah die verwitwete Bertha keine Zukunft mehr in Nazi-Deutschland. Sie veranlasste den Verkauf ihrer Grundstücke und stellte für sich und Edith Seppi am 6.Juni 1939 beim Bürgermeister von Bad Homburg Ausreiseanträge in die USA. Im November 1941 teite die Gestapo dem Finanzamt mit, dass Bertha Sara Reinach zur Ausbürgerung vorgesehen sei und ihr Vermögen zugunsten des Reiches beschlagnahmt würde. Nachdem die Wohnung der Reinachs während des Novemberpogroms von Homburger SS-Horden total verwüstet worden war, fanden Bertha und Edith Seppi in der Kisseleffstraße 14 eine Bleibe. Hier lernten sich Arno und Edith Seppi kennen.
Ediths Bruder Martin war es, zusammen mit seiner Ehefrau Frieda, gelungen nach New York zu entkommen. Der behinderte Bruder Ernst war vermutlich in die Landesheilanstalt Weilmünster gebracht worden, von wo aus er am 7.Februar 1941 in Hadamar Opfer des Euthanasieprogramms wurde.
Am 1.April 1940 zog Bertha Reinach nach Frankfurt in ein jüdisches Altenheim in der Zeil 92. Sie starb am 13.April 1942 in dem jüdischen Krankenhaus in Frankfurt Gagernstraße 36 in das sie am 25.September 1941 eingeliefert wurde.
Edith Seppi und Arno Salomon zogen nach ihrer Hochzeit in die Kaiser-Friedrich-Promenade 74. Mit dem ersten Homburger Sammeltransport brachte man beide am 10.Juni 1942 nach Frankfurt, von wo aus sie in verschiedene Vernichtungslager transportiert wurden. Arno Salomon wurde am 30.August 1942 in Majdanek ermordet, Edith Seppi kam in Sobobor ums Leben.

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