Biography of Heinz Foitzick
Heinz Foitzick verlor als Halbjude immer wieder seine Stelle, weshalb seine erste Frau sich scheiden lassen wollte. Ihr Rechtsanwalt lehnte diese Begründung als ungeeignet ab, da sie ihr vor der Eheschließung bekannt gewesen sein müsse. Stattdessen zog er die Begründung heran, Heinz Foitzick würde seinen Unterhaltsverpflichtungen nicht nachkommen. Der geschiedene Heinz Foitzick wollte sich wieder verheiraten. Als Halbjude bekam er keine Heiratserlaubnis für die Eheschließung mit seiner 'arischen' Verlobten. Gleichzeitig wurde ihm die Ausreise verweigert, weil er einen Wehrpass besaß und damit wehrpflichtig war. Der ständige Verlust des Arbeitsplatzes führte 1941 zudem zur Stigmatisierung Foitzicks als 'asozial' und zu seiner Deportation in das seit Mai 1941 eigenständige (vorher Außenstelle des KZ Sachsenhausen) KZ Groß-Rosen (das genaue Datum und der Weg der Deportation geben die Akten nicht her). Die Häftlinge mussten in Groß-Rosen im Steinbruch, der im Besitz der SS-Deutsche Erd- und Steinwerke GmbH war, sowie beim Ausbau des Lagers arbeiten. Heinz Foitzick fand laut Todesanzeige am 4.12.1941 im KZ Groß-Rosen den Tod.
Quellen: Niedersächsisches Landesarchiv - Standort Osnabrück, Rep 430 Dez 304 Akz 2003/036-Nr.1312, Rep 439 Nr. 19; Wolfgang Ayaß "Gemeinschaftsfremde" Quellen zur Verfolgung von "Asozialen" 1933-1945, Koblenz 1988, S. 260f.; Jäckel u.a. Enzyklopädie des Holocaust Band I, München 1995 TB Lizenz Ausgabe, S. 568; Böhne, Lisa: "Osnabrücker Schicksale" - bisher unveröffentliches Manuskript, Osnabrück 2011.
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