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Familie Löwenthal

Biography of Regina Löwenthal geb. Heyum, Hermann Löwenthal and Irma Löwenthal

Hermann Löwenthal
Geburtsdatum:
20.01.1867, Marienfels
Deportation:
ab Camberg 28.08.1942 über Frankfurt am Main weiter am 01. 09.1942, Theresienstadt
Tod:
24.12.1942, Theresienstadt

Regina Löwenthal geb. Heyum
Geburtsdatum:
07.11.1873, Erbach/Rheingau
Deportation:
ab Camberg 28.08.1942 über Frankfurt a. Main weiter am 01.09.1942, Theresienstadt
Tod:
23.11.1942, Theresienstadt

Irma Löwenthal
Geburtsdatum:
19.04.1908, Camberg
Deportation:
ab Camberg 28.08.1942 über Frankfurt am Main weiter am 01.09.1942, Theresienstadt
Tod:
24.10.1942, Theresienstadt

Hermann und Regina Löwenthal sowie deren behinderte Tochter Irma wohnten bis 1939 in der Limburger Str. 45. Zunächst waren die Eheleute Eigentümer eines größeren zweistöckigen Hauses mit Bauplatz und Stallungen. Im Jahr 1937 verkauften sie zwar das Objekt an die Eheleute Theodor und Anna Lehmann geb. Werkmeister, bewohnten aber in ihrem früheren Anwesen weiterhin zwei Zimmer und eine Küche im ersten Stock.
Herr Löwenthal war Viehhändler en gros. In den Jahren vor 1939 liefen seine Geschäfte offenbar gut. Bis zum Beginn der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten sollen seine monatlichen Nettoeinnahmen bei etwa 2.500 Reichsmark gelegen haben; dazu Viehbestand, diverse Einrichtungen und Außenstände. Bis zur Machtübernahme soll er bei der Nassauischen Länderbank in Camberg an Bargeld 100.000 Reichsmark deponiert haben; der Wert seiner Immobilie wurde mit 125.000 Reichsmark angegeben.
Die Pogromnacht im November 1938 überstand die Familie unbehelligt, da sie zu diesem Zeitpunkt kein Wohnungseigentum mehr hatten. 1939 zogen sie in die Obertorstraße 11, in das ehemalige Wohn- und Geschäftshaus von Frau Bertha Goldschmidt.

Hermann, Regina und Irma Löwenthal wurden am 28.08.1942 mit den letzten noch im Kreis befindlichen Juden zunächst nach Frankfurt . Zwischenstation war ein jüdisches Krankenhaus/Altenheim in der Rechneigrabenstraße 11. Im selben Krankenhaus hielt sich auch zur gleichen Zeit Recha Oppenheimer auf. Hier erhielt die Familie die Beschlagnahmeverfügung für ihre inzwischen sehr ärmliche Wohnungsausstattung.

Schon am 1. September 1942 deportierte man die Familie in das Ghetto/KZ Theresienstadt (damals Protektorat Böhmen und Mähren, heute Tschechische Republik).
Die Tochter Irma verstarb dort am 24.10.1942, Mutter Regina am 23.11.1942 und Vater Hermann am 24.12.1942.

Quellen:
StAC XIII 1,49; 2,6
HHStAWi. Abt. 518-25314
Schmidt, Peter Karl "Die Judenschaft von Camberg, 300 Jahre jüdisches Landleben" Selbstverlag, 2014

Stand:14.01.14

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