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Kaplan Alois Andritzky

Biography of Alois Andritzki

Hofkirche, Eingang Richtung Brücke

Alois Andritzky wurde am 2. Juli 1914 im sächsischen Radibor (sorbisch Radwor) geboren.
Er wuchs in einer religiös geprägten sorbischen Familie als viertes von sechs Geschwistern auf. Seine drei Brüder studierten, wie Alois selbst, Theologie. Nach dem Diözesenseminar wurde er 1939 in Bautzen zum Priester geweiht. Im gleichen Jahr wurde er Kaplan in der Katholischen Hofkirche Dresden sowie Präfekt der Kapellknaben. Dabei konnte er sein pädagogisches Talent im Umgang mit Jugendlichen und seine Begabungen als Musiker, Maler und Sportler zur Entfaltung bringen.
In Vorträgen kritisierte er offen die ideologischen Schriften von Alfred Rosenberg. Dies, und sein Engagement in sorbischen Organisationen wie dem lausitzisch-sorbischen Studentenbund, führten dazu, dass er ins Visier nationalsozialistischer Verfolgung rückte. Ende 1940 wurde er erstmals von der Gestapo verhört, danach mehrmals verhaftet. Nach zweimonatiger Inhaftierung im Dresdner Polizeigefängnis, wurde er im Oktober 1941 in das Konzentrationslager Dachau verlegt. Alois Andritzky erkrankte an Typhus und nach der Verlegung in das Krankenrevier verstarb er am 3. Februar 1943 an den Folgen einer Giftinjektion. Seine Urne wurde mittlerweile in die Katholische Hofkirche überführt. Am 13. Juni 2011 wurde Alois Andritzky selig gesprochen.

Stolperstein am Nordeingang der Katholischen Hofkirche Dresden, Schlossplatz, 01067 Dresden.

Quellen:
Halder, Winfrid (2006): "Andricki (Andritzki, Andritzky), Alojs (Aloys, Alois)", in: Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V., bearb. von Martina Schattkowsky, Online-Ausgabe: www.isgv.de/saebi/ Zimmer, David (2005): "Andritzki, Alois", in: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 25, Bautz Verlag Nordhausen, S. 15-17.

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