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Wilhelm Ruthenburg

Biografie von Wilhelm Ruthenburg

Wilhelm Ruthenburg wurde am 12. Februar 1894 in Gütersloh geboren, die Eltern
waren Hermann Ruthenburg (1863-1919) und Auguste Windmüller (1871-1934) aus
Münder (Deister). Nach der Ausbildung zum Kaufmann diente Wilhelm Ruthenburg zu Beginn des 1. Weltkriegs beim Garde-Schützen-Bataillon in Lichterfelde bei Berlin, geriet 1914 vor Paris in französische Gefangenschaft. Erst 1920 gelang ihm die Flucht aus einem Gefangenenlager in Marokko. 1921 heiratete er in erste Ehe Selma Ostheimer (geb. 1890), geschiedene Kaufmann aus Lippstadt. Mit dem Stiefsohn Walter (geb.1919, 1952 verheiratet in Franfurt a. M.) wohnte die Familie im Haus Blessenstätte Nr. 34. Nach der Scheidung zog er 1927 nach Bielefeld, anschließend nach Wolmirstedt, Kreis Börde, Sachsen-Anhalt. Die Ehefrau überlebte den Holocaust und konnte nach Argentinien flüchten, wo sie 1974 starb. 1938 heiratete Wilhelm in 2. Ehe Emmi Stern aus Lippstadt. Sie wohnten in Baarn, Niederlande. Von Westerbork aus wurde das Ehepaar in das KZ Theresienstadt deportiert. Wilhelm Ruthenburg wurde im Mai 1944 nach Auschwitz deportiert und dort umgebracht. Emmi Ruthenburg überlebte die Shoa und zog wieder zurück nach Baarn, wo sie 1981 verstarb.

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Quellen & Impressum

Elly-Heuss- Knapp Schule und Stadtarchiv

Geschichts-AG der Elly-Heuss- Knapp- Schule unter der Leitung von Katrin Geweke.
Bilder und Informationen erhalten vom Stephan Grimm, Stadtarchiv Gütersloh.