Biografie von Luise Grün
Luise Grün, geb. Bareither, am 20.1.1873 in Allmersbach i.T. geboren, verbrachte den größten Teil ihres Lebens in Backnang. Hier hatte sie mit ihrem Mann Gottlob Grün (1871 bis 1910) innerhalb neun Jahren sieben Kinder.
1928 wurde sie in die Heilanstalt Winnental eingewiesen. Nach vier Jahren zog sie "gebessert" zu ihrer Tochter in Kornwestheim. Aber schon kurze Zeit später kam sie in die Anstalt Burleswagen bei Crailsheim, von wo sie am 27.12 1932 wieder nach Winnental versetzt wurde. Ein handschriftlicher Vermerk in ihrer Krankenakte verweist auf ihr weiteres schreckliches Schicksal. "Verlegt" am 30.5. 1940 - ein von den Nationalsozialisten aber auch den Heimleitungen verwendetes Codewort für die Ermordung eines kranken Menschen an diesem Tag. Wahrscheinlich wurde sie an diesem Tag von Winnental nach Grafeneck verschleppt und dort vergast.
In einer Täuschungsaktion benachrichtigten die Mordgehilfen in Grafeneck die Familie vom Tod ihrer Mutter - sie sei am 24.6.1940 "gestorben".
Bernd Hecktor
Quellen: Staatsarchiv Ludwigsburg StAL F 235III_Bü 261
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