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Beermann, Rosa und Elise

Biografie von Rosa und Elise Beermann

In der Wendenstr. / Am Hirtenhaus befand sich von 1931 bis 1940 das größte Wohnensemble privat geführter Wohlfahrtseinrichtungen - die Schußheimschen Wohn- und Altersheime in Wahren. Der jüdische Erbauer Siegfried Schußheim (1878-1944) betrieb einen Familienlesezirkel. Er wollte auch etwas für die Wohlfahrt tuen und baute für Mitglieder des Lesezirkels diese „Abonnentenheime“. Dabei war die Konfession nebensächlich.

Ebenfalls im „Schußheimchen Altersheim“ wohnten die Schwestern Rosa und Elise Beermann. Über das Leben der beiden unverheirateten jüdischen Schwestern ist nicht viel bekannt. Rosa wurde am 5.7.1873 in Berlin geboren, Elise am 7.9.1874 in Dresden. Mit ihren Eltern kamen sie 1910 von Görlitz nach Leipzig und wohnten in der Südvorstadt (Hardenbergstr. 20a). Von 1911 bis 1920 pendelte Elise zwischen Berlin und Leipzig. Sie arbeitete zunächst als Verkäuferin und entwickelte sich zur Buchhalterin.
Im Jahr 1936 bezogen beide das Altersheim und wohnten Am Hirtenhaus 4. Am 18.12.1939 verließen sie Leipzig und gingen nach Berlin-Johannisthal. Mit dem „VIII. Osttransport“ wurden Rosa (68 Jahre) und Elise Beermann (67 Jahre) am 13.1.1942 nach Riga deportiert. Unter welchen Umständen sie dort ums Leben kamen, ist nicht bekannt.

Patenschaften: Manfred Haber

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