Biografie von Leopold J., Lina Lydia und Margot Lehrberger
Der erste Name der Familien Lehrberger in Borken ist Ephraim Lehrberger, ca. 1700. Seine Nachkommen lebten in verschiedenen Zweigen der Lehrbergers in Borken, ein Ephraim war bis 1862 immer dabei.
Die hier aufgeführte Familie Lehrberger beginnt mit Simon Lehrberger, geboren 1848. Er heiratete Male/Amalie Lautmann aus Abterode. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, Max Moritz und ein Stillborn. Um 1880 kaufte Simon dieses Haus vom dann direkten Nachbarn Feist Rosenbusch. Amalie starb früh bereits mit 33 Jahren in 1881. Simon heirate-te im Januar 1883 ein zweites Mal, Röschen/Rosa Nussbaum aus Schenklengsfeld. In den Jahren 1883 bis 1896 wurden ihnen weitere sieben Kinder geboren: Flora, Johanna, Regine, Friedrich Leopold J., Esther, Meier, Bernhard.
Vater Simon starb 1923, Mutter Rosa 1938. Beide sind in Borken bestattet, Siemons Grab ist # 22, der Grabstein von Rosa ist nicht (mehr) vorhanden.
Oben genannter Friedrich Leopold J. Lehrberger wurde also als viertes Kind in zweiter Ehe des Simon Lehrberger mit Röschen/Rosa am 31.10.1888 in Borken geboren. Er heiratete Lina Lydia Victor (geboren 1901) aus Rhina. Sie wohnten weiter in dem Haus Bahnhofstra-ße (Neustadt) 55 und hatten eine Tochter: Margot Lehrberger, geboren am 09.07.1923 in Kassel.
Die Familie versuchte 1938/1939 noch Reisepässe und eine Genehmigung zur Ausreise aus Deutschland zu erhalten.
Eine Ausreise gelang tragischerweise nicht und die Familie wurde am 09.12.1941 von Kas-sel nach Riga deportiert. Leopold Lehrberger wurde im Juli 1944 in Riga-Jungfernhof er-mordet. Lina Lydia Lehrberger wurde am 09.08.1944 von Riga nach Stutthof verbracht. Sie verstarb entkräftet nach ihrer Befreiung am 25.05.1945. Margot Lehrberger wurde 21-Jährig mit ihrer Mutter nach Stutthof verlegt. Ihr dortiger Tod ist wahrscheinlich; sie wird bis heu-te vermisst (Gedenkbuch Kassel, a.a.O., p.212).
Die Stolpersteine liegen fälschlicherweise am Kreisel Bahnhofstraße, Ecke Bommerweg, ehemaliges Haus Nr. 36.
Das Haus Bahnhofstraße 55, heute Bahnhofstraße 72, ist das der heutigen Bücherei Mönch. Neubau 1964
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Schüler AG der Gustav Heinemann Schule Borken
Schüler AG der Gustav Heinemann Schule Borken, Thomas Hube, in ehrenamtlicher Zusammenarbeit mit Joerg Domes. Bei Rückfragen oder Anmerkungen Kontakt: joergdomes@t-online.de