Biografie von Ferdinand Berndt
Ferdinand Berndt wurde am 10. Dezember 1878 in Westuffeln geboren und betrieb dort eine Dachdeckerei. Nach einem Unfall musste er jedoch den Betrieb aufgeben und übernahm in Wrist das Bahnhofshotel. Nebenbei arbeitete er als Viehhändler. Am 19. Oktober 1933 kritisierte und beschimpfte er in mehreren Gastwirtschaften die NS-Regierung und drohte mit der Sprengung des Kellinghusener Amtsgerichts. Daraufhin wurde er in Schutzhaft genommen und am 12. Januar 1934 zu einem Jahr Haft verurteilt. Am 05. Januar 1935 wurde er dann schließlich entlassen. Am 07. Mai 1937 attackierte Ferdinand Berndt erneut in einer Gastwirtschaft die NS-Regierung und äußerte massive Kritik an ihrem Judenhass, woraufhin er angezeigt wurde. Zum Verhandlungstermin erschien er jedoch nicht. Es wurde ein Haftbefehl erlassen und er wurde steckbrieflich gesucht. Am 04. Dezember 1938 wurde er dann in Kassel festgenommen und am 21. Januar 1939 zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Am 21. Januar 1940 erfolgte die Entlassung. Er starb knapp zwei Jahre später, am 27. Dezember 1941, in der Mühlenbeker Straße 14 in Kellinghusen an den Folgen der politischen Haft.
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