Biografie
An dieser Stelle befindet sich kein Stolperstein, jedoch die restaurierte ehemalige Synagoge als wichtiges Zeitzeugnis in der Poststr. 17
Unter http://www.ehemalige-synagoge-kippenheim.de/
sind weitere Informationen und auch Veranstaltungen aufgeführt.
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Die alte Synagoge befand sich in der Judengasse, der heutigen Ludwig-Frank-Strasse, Reste des Gebäudes sollen sich noch an einem Gebäude ablesen lassen.
(Quelle: Jürgen Stude)
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Geschichte
Da die bisherige Synagoge für die inzwischen 35 jüdischen Familien am Ort zu klein geworden war, wurde 1842 zum Zweck eines Neubaus eine Synagogenbaukasse eingerichtet. Die jüdische Gemeinde Kippenheim errichtete dann 1850/52 nach Plänen des Architekten Georg Jakob Schneider eine Synagoge im neoromanischen Stil. Ihr repräsentatives Äußeres zeugt vom Selbstbewusstsein der jüdischen Gemeinde.
Zeit des Nationalsozialismus
Im Verlauf der Novemberpogrome 1938 wurde das Gebäude von Angehörigen der Lahrer HJ-Gebietsführerschule geschändet. Gerade anwesende, Gottesdienst feiernde Gemeindemitglieder wurden verhöhnt und misshandelt. Sie wurden zum Rathaus getrieben und zusammen mit Männern aus dem nahen Altdorf einem Gestapo-Kommando übergeben, das sie ins KZ Dachau verbrachte. Ein Brandsatz wurde gelöscht, weil Nachbarn um ihren Schuppen fürchteten; eine spätere Sprengung unterblieb, weil man anliegende Gebäude nicht in Mitleidenschaft ziehen wollte.
Heutige Nutzung
Nach 1956 nutzte die Raiffeisen-Genossenschaft das Gebäude als Werkstatt und Warenlager. Es wurden unter anderem die beiden Türme und der Giebel mit seiner Rosette abgetragen. 1983 erwarb die Gemeinde Kippenheim das Gebäude und führte in den folgenden Jahren eine umfangreiche Außenrenovierung durch. Dabei wurde die Fassade wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt.
Im Jahr 1996 entwickelte der neugegründete Förderverein Ehemalige Synagoge Kippenheim e. V. in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kippenheim und dem Landesdenkmalamt ein Renovierungskonzept für das Gebäudeinnere, das 2002/03 umgesetzt wurde.
In den Jahren 2014 und 2015 fanden jeweils an Jom Kippur erstmals wieder Gottesdienste in der Synagoge statt, die von der jüdischen Gemeinde Gescher Freiburg gemeinsam mit Kantorin Dr Annette M. Boeckler organisiert wurden.
Gedenken
1998 wurde im Vorraum der Synagoge eine Gedenktafel für die Kippenheimer Todesopfer des Holocaust angebracht.
Die Synagoge dient nun als Gedenk-, Lern- und Begegnungsstätte.
Quelle (Teils gekürzt, teils redigiert): https://de.wikipedia.org/wiki/Synagoge_(Kippenheim)
Medien
Fotos
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Max Valfer30 m
80 m
Sophie Wertheimer geb. Günzburger80 m
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Sofie Auerbacher geb. Kornmann120 m
Quellen & Impressum
Stolpersteininitiativen Lahr, Friesenheim, Schuttern, Nonnenweier, Kippenheim
Als kurze Vorabinfo: Grundlagen für die Stolpersteine in Lahr wurden gelegt durch intensive Recherchen und Veröffentlichungen von Hildegard Kattermann. Weiterhin durch intensive Recherchen und Bearbeitung von Gardy Ruder.
Die hier dargestellten Inhalte und Quellenmaterial werden recherchiert, vorbereitet, gesammelt und bereitgestellt durch den Historischen Verein Mitelbaden, Ortsgruppe Geroldsecker Land Projektgruppe Stolpersteine. Intensiv in die Arbeit mit eingebunden sind insbesondere Doris Gerteis, Bertram Bliss sowie durch städtische Unterstützung Elise Voerkel und Thorsten Mietzner vom Stadtarchiv Lahr.
Im Schuljahr 2013/2013 wurde in Zusammenarbeit mit der Schulklasse 10a der Friedrichschule unter Leitung ihrer Lehrerin gemeinsam mit dem Herausgeber Historischer Verein Mittelbaden, Regionalgruppe Geroldsecker Land mit vielen hier Unerwähnten ein kleines Buch als Anfang der öffentlich zugänglichen Dokumentation der Verfolgung und Ermordung von Lahrer Bürgern während des nazionalsozialistischen Terrorregimes erstellt.
ISBN978-3-89735-865-2.
Aktuell wird an einer erweiterten Neuauflage gearbeitet.
Inzwischen werden hier neben den Stolpersteinen in Lahr auch die der Nachbargemeinden Friesenheim, Schuttern dargestellt und eingepflegt.
Auch die Steine in Schwanau und Kippenheim werden inzwischen mit verortet.
Recht herzlichen Dank für die Zurverfügungstellung der externen Informationen an
- Ekkehard Klem, Friesenheim
- Martin Buttenmüller, Schuttern
- Stolpersteininitiative um Dagmar Frenk sowie Martin Frenk mit Norbert Klein sowie
Pfadfindergruppe Regenbogen, Nonnenweier.
- Jürgen Stude als Vertreter des Fördervereins Ehemalige Synagoge Kippenheim.
Die Stolpersteine in Lahr werden regelmässig in Zusammenarbeit mit Lahrer Schülern gereinigt, seit 2023 führt der Projekttag mit Gruppenarbeit schulübergreifend in die Geschichte ein.
Neben Stolpersteinen sind auch Orte der Erinnerung mit dargestellt, welche im Zusammenhang mit den Stolpersteinen und der Geschichte der Verfolgung relevant sind.
Geschlechts- und Alterszuordnung ist bei Orten der Erinnerung programmbedingt nicht vermeidbar und nicht relevant.
Die Inhalte des Stolpersteine-Guide für Lahr und die oben genannten Umlandgemeinden werden administrativ verwaltet von Bertram Bliss, Fichtestr. 58 in Lahr.
Lahr, den 27.01.2025