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Sophie oo Samuel Judas Wertheimer, Obere Hauptstraße 3, Kippenheim

Biografie von Samuel Judas Wertheimer und Sophie Wertheimer geb. Günzburger

Verlegung der Stolpersteine am 13.01.2005

Die Stolpersteine für Samuel und Sofie Wertheimer liegen nicht vor ihrem Wohnhaus in der Oberen Hauptstraße Nr. 3 Gasthof und Meztgerei Rindfuss, sondern auf der gegenüberliegenden Straßenseite neben dem Rathaus,vor der Zufahrt zu Untere Hauptstr. 4.

Samuel und Sofie Wertheimer betrieben eine Metzgerei mit zwei Angestellten in der Unteren Hauptstraße 3 (später Gasthaus Rindfuß), Judas Wertheimer (1839-1894), der Vater von Samuel Wertheimer gegründet hatte.
In der gut gehenden Metzgerei kauften jüdische und christliche Kunden ein. Die Kinder des Ehepaars, Julius (1902-1981) und Hanny (Jenny), verh. Ottenheimer (1905-1988), hatten Kippenheim noch vor der nationalsozialistischen Machtübernahme 1933 verlassen und sind zu einem unbekannten Zeitpunkt in die USA ausgewandert.
Das Ehepaar Wertheimer verkaufte 1936 ihren Betrieb an den Metzger Eugen Weinacker und dessen Frau Lina.
Am 10. Oktober 1936 zogen Samuel und Sophie Wertheimer nach Stuttgart.
Zwischen 1939 und 1941 zogen sie - wohl auf Druck der nationalsozialistischen Behörden - nach Oberdorf in Ostwürttemberg.
In dieses Dorf wurden mehrere Jüdinnen und Juden aus dem Großraum Stuttgart einquartiert, nachdem man ihnen ihre Häuser und Wohnungen genommen hatte.
Im Sommer 1941 begannen die Transporte vom Stuttgarter Nordbahnhof nach Osteuropa abgehende Transporte mit den württembergischen Jüdinnen und Juden. Diese erfassten auch Samuel und Sofie Wertheimer. Am 22. August 1942 wurden sie nach Theresienstadt (Transport XIII/1 693) verschleppt.
Am 26. September 1942 wurden sie vermutlich in das Lager Maly Trostinec verlegt. Das Oberlandesgericht Stuttgart bestimmte den 31. Oktober 1943 als ihren Todestag.
Ihre Namen stehen auf der Namenwand der Stuttgarter Gedenkstätte „Zeichen der Erinnerung“ auf dem Gelände des alten Stuttgarter Nordbahnhofs.

Quelle Text: Jürgen Stude, redigiert bertram bliss

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Quellen & Impressum

Stolpersteininitiativen Lahr, Friesenheim, Schuttern, Nonnenweier, Kippenheim

Als kurze Vorabinfo: Grundlagen für die Stolpersteine in Lahr wurden gelegt durch intensive Recherchen und Veröffentlichungen von Hildegard Kattermann. Weiterhin durch intensive Recherchen und Bearbeitung von Gardy Ruder.
Die hier dargestellten Inhalte und Quellenmaterial werden recherchiert, vorbereitet, gesammelt und bereitgestellt durch den Historischen Verein Mitelbaden, Ortsgruppe Geroldsecker Land Projektgruppe Stolpersteine. Intensiv in die Arbeit mit eingebunden sind insbesondere Doris Gerteis, Bertram Bliss sowie durch städtische Unterstützung Elise Voerkel und Thorsten Mietzner vom Stadtarchiv Lahr.

Im Schuljahr 2013/2013 wurde in Zusammenarbeit mit der Schulklasse 10a der Friedrichschule unter Leitung ihrer Lehrerin gemeinsam mit dem Herausgeber Historischer Verein Mittelbaden, Regionalgruppe Geroldsecker Land mit vielen hier Unerwähnten ein kleines Buch als Anfang der öffentlich zugänglichen Dokumentation der Verfolgung und Ermordung von Lahrer Bürgern während des nazionalsozialistischen Terrorregimes erstellt.
ISBN978-3-89735-865-2.
Aktuell wird an einer erweiterten Neuauflage gearbeitet.

Inzwischen werden hier neben den Stolpersteinen in Lahr auch die der Nachbargemeinden Friesenheim, Schuttern dargestellt und eingepflegt.
Auch die Steine in Schwanau und Kippenheim werden inzwischen mit verortet.

Recht herzlichen Dank für die Zurverfügungstellung der externen Informationen an
- Ekkehard Klem, Friesenheim
- Martin Buttenmüller, Schuttern
- Stolpersteininitiative um Dagmar Frenk sowie Martin Frenk mit Norbert Klein sowie
Pfadfindergruppe Regenbogen, Nonnenweier.
- Jürgen Stude als Vertreter des Fördervereins Ehemalige Synagoge Kippenheim.

Die Stolpersteine in Lahr werden regelmässig in Zusammenarbeit mit Lahrer Schülern gereinigt, seit 2023 führt der Projekttag mit Gruppenarbeit schulübergreifend in die Geschichte ein.

Neben Stolpersteinen sind auch Orte der Erinnerung mit dargestellt, welche im Zusammenhang mit den Stolpersteinen und der Geschichte der Verfolgung relevant sind.
Geschlechts- und Alterszuordnung ist bei Orten der Erinnerung programmbedingt nicht vermeidbar und nicht relevant.

Die Inhalte des Stolpersteine-Guide für Lahr und die oben genannten Umlandgemeinden werden administrativ verwaltet von Bertram Bliss, Fichtestr. 58 in Lahr.

Lahr, den 27.01.2025