Biografie von Moritz Neter, Josefine Beem geb. Neter und 6 weitere
In der Dorfstraße wohnten Julius Neter (*1861) und Lena Neter geb. Kösters (*1865).
Julius Neter war eine kurze Zeit zwangsweise in Börgermoor/Esterwegen, wurde aber aufgrund seines hohen Alters entlassen. Er verstarb an seinem 80. Geburtstag 1941. Die Beerdigung eines jüdischen Bürgers in 1941 war problematisch.
Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor.
Im Haushalt lebte bis 1941 auch die Schwester von Lena Neter, die ledige Jeanette Kösters (*1869). Sie wurde deportiert und am 23. September 1942 im Vernichtungslager Treblinka ermordet.
Moritz Neter (*1899) floh nach Holland und wurde am 19. Oktober 1942 von Westerbork nach Auschwitz deportiert. Als Sterbedatum wird der 28. Februar 1943 angegeben.
Josefine Neter (*1901) war verheiratet mit Josef Beem (*1890). Die Deportation erfolgte am 4. Mai 1943 ab Westerbork. Beide wurden am selben Tag, nämlich am 7. Mai 1943 in Sobibor ermordet.
Henriette Neter (*1906) war verheiratet mit Isidor Heymann (*1905). Das Ehepaar wurde von Gildehaus aus deportiert (Bielefelder Transport). Henriette wurde 1943 in Stutthof ermordet, ihr Ehemann am 24. Oktober 1944 im Lager Landsberg/ Lech.
Paul Neter (*1902) emigrierte nach Argentinien. Er starb am 26. September 1974 in Buenos Aires.
Hugo Neter (*1905) hatte vor, über Schweden nach Palästina zu flüchten. In Kristianstad in Schweden jedoch lernte er die Schüttorferin Sophie Mendel kennen. Nach dem Krieg heirateten sie und lebten weiterhin in Schweden. Hugo und Sophie Neter ließen sich trotz der Schreckenszeit und der Verfolgung in Gildehaus auf dem jüdischen Friedhof beisetzen.
Erich Neter (*1913) heiratete in erster Ehe die Schwester von Isidor Heymann, nämlich Hedwig Heymann (*1906). Sie hatten zwei Kinder. Zilla Neter -4 Jahre alt- und Semi Neter - 1½ Jahre alt - wurden gemeinsam mit ihrer Mutter im Dezember 1943 bei Riga erschossen.
Nach der Befreiung aus den Konzentrationslagern und nach Aufenthalten in verschiedenen Lagern, zuletzt im Internierungslager in Eindhoven in den Niederlanden, brachte Erich Neter 1945 zwei ohne jegliche Perspektive dastehende junge Frauen mit nach Gildehaus.
Es waren Hella Sass, die spätere Ehefrau von Heinz Wertheim und Steffi Hoffnung, seine zweite Ehefrau.
Dieser zweiten Ehe entstammen zwei Söhne, Alfred und Ulrich Neter.
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Alide Zilversmit100 m
Lena Wertheim geb. Rosenbaum330 m
Wolff Heimann-Kleinhaus420 m
Carla Rahel Blumenthal670 m
Heinrich Kloppers680 m
Sophie Kösters geb. Neter1,2 km
Quellen & Impressum
Projektgruppe Stolpersteine
Impressum
Redaktion: Hermann de Leve, Schüttorf
Liesel Schmidt, Bad Bentheim
Bezugsquelle: Tourist-Information Bad Bentheim, Schlossstraße 18
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