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Familie Salomon

Biografie von Georg Salomon, Margarethe Salomon geb. Wolff, Edith Salomon und Inge Salomon

Die Familie Salomon bewohnte zwischen 1925 und 1935 das Haus am Engelbergplatz in der Brautstraße Nr. 1. In diesen Jahren fungierte das Haus als Schuhgeschäft von Georg Salomon (geb. 21.03.1897) und seiner Frau Margarethe (geb. 29.03.1893): Zusammen bekamen sie am 24.08.1925 und 03.10.1927 die beiden Töchter Edith und Inge.

Wegen Zahlungsschwierigkeiten, die vermutlich durch Boykotts ausgelöst wurden, zogen die Salomons zusammen mit ihrem Schuhgeschäft 1935 in das Haus der ebenfalls jüdischen Familie Lindenberg (Bahnhofstraße 53; ehemalige Gebäudenummer Nr. 62/63).

Zwei Jahre später, 1937, kam die ältere Tochter Edith in ein jüdisches Waisenhaus in Hamburg, wahrscheinlich, um sie vor Diskriminierungen in der Schule zu schützen. Ein Jahr später, im Oktober 1938, zog die gesamte Familie nach Hoya, nachdem sie im NSDAP-Hetzblatt „Der Stürmer“ deutschlandweit denunziert wurde. In Hoya wurden sie schon vier Wochen später Opfer der Reichspogromnacht.

Georg Salomon kam wie die anderen jüdischen Männer ins Sonderlager in Buchenwald und wurde im Januar 1938 entlassen. Die geplante Auswanderung der Familie nach Nordamerika konnte aus finanziellen Gründen nicht stattfinden.

Als ab April 1942 die Familie ins Ghetto Riga deportiert wurde, verlieren sich die Spuren von Margarethe Salomon und den beiden Töchtern; sie wurden für tot erklärt. Georg Salomon überlebte noch bis 1945. Seine Spur verlor sich Ende Februar 1945 im Außenlager Flößenberg des KZ Buchenwald, wo er wahrscheinlich Zwangsarbeit am HASAG-Werk verrichten musste. Er starb wohl spätestens im April bei den Todesmärschen von Mauthausen aus, kurz vor der Befreiung durch die Alliierten.

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