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Jakob Zacharias

Biografie von Jakob Zacharias

Zacharias Jakob aus Rimbach/Odenwald war verheiratet, seit 1900 mit Klara, geb. Baumann, aus Untererthal bei Hammelberg. Die Eheleute Zacharias waren bald nach ihrer Hochzeit von Rimbach nach Worms gezogen. Sie übernahmen damals das Haus Wallstraße 11. Hier betrieb Jakob Z. Handel mit Stoffen und Herrenkonfektion. der Laden mit Schaufenster befand sich im Erdgeschoss des Hauses.

Das Ehepaar hatte einen Sohn, Heinrich, geboren 1905 in Worms. Drei vorher geborene Kinder starben bereits im Säuglingsalter.

Nachbarn loben noch heute die Güte und Menschlichkeit der Familie. Nicht selten Habe J.Z. kleinen Leuten durch Zahlungserleichterungen den Kauf von Kleidung möglich gemacht.

Anscheinend hat Sohn Heinrich später im väterlichen Geschäft mit gearbeitet. Er verließ Worms schon bald nach Hitlers Machtergreifung unter dem Eindruck der nun einsetzenden antijüdischen Maßnahmen. Am 16.4.1933 meldete er sich ab „auf Reisen“. Er ging wohl nach Toulouse/Frankreich. Nach Angaben seines Vaters wohnte er ab September 1938 in Bordeaux. Polizeilicher Eintragung zufolge war er 1951 in Casablanca/Marokko.

Bekannt ist, dass Heinrich Z.’s Freundin Li Schönwald, die nicht Jüdin war, ab 1933 schlimmen Anfeindungen ausgesetzt war. Sie wurde trotzdem seine Frau und teilte mit ihm das Los der Emigration. Im Laufe der fünfziger Jahre kehrten beide Eheleute zurück. Sie wohnten in Bensheim und hatten wieder Verbindung nach Worms. Heinrich Z. starb am 20.6.1975, seine Frau acht Wochen später. Beide sind auf dem christlichen Friedhof in Worms beerdigt.

Die in Worms verbliebenen Eltern hatten mit der zunehmenden Diffamierung und Drangsalierung der Juden fertig zu werden. Klara Zacharias starb am 20.6.1936 in Alzey. Jakob Zacharias wurde Ende 1939 verhaftet und ins KZ Buchenwald verbracht. Er soll meldepflichtige Wertgegenstände verheimlicht haben und deswegen denunziert worden sein. Er starb am 27.2.1940 in Buchenwald. Die Urne mit seiner Asche wurde am 5.5.1940 auf dem Neuen Israelitischen Friedhof in Worms neben seiner Frau beigesetzt.

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Quellen & Impressum

Warmaisa e.V.

Warmaisa ist der alte hebräische Name für die Stadt Worms, die Raum für eine der bedeutendsten jüdischen Gemeinden bot und deshalb auch »Klein-Jerusalem« genannt wurde. Seit 2021 ist sie als SchUM-Stadt zusammen mit Mainz und Speyer offiziell immaterielles Weltkulturerbe.

Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, in Worms und in der Region die historische und gegenwärtige lebendige jüdische Kultur zu pflegen und zu fördern und den Menschen deren große Bedeutung nahezubringen.

Sehr wichtig ist uns in diesem Zusammenhang auch die Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Mainz-Worms, der Stadt Worms und anderen für unsere Arbeit relevanten Institutionen.

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