Biografie von Max Joseph und Berta Joseph, geb. Grünbaum
Das Ehepaar Max Joseph wohnte Rheinstraße 44 im eigenen Haus. Schon vor dem 1. Weltkrieg hatte Max Joseph in der Firma seines Vaters Hermann, Futtermittel und Getreide, gearbeitet.
1914-1918 war er Kriegsteilnehmer und hatte das EKII erhalten. Nach Kriegsende führte er das väterliche Geschäft weiter.
1938 zog die Familie in die Friedrichstraße 10. Die Firma bestand im April 1938 nicht mehr. Im November 1938 wurde Max J. nach Buchenwald verbracht. Nach seiner Rückkehr zog die Familie in die Kämmererstraße 48, dann 1941 in die Schlossgasse 2 (Haus Dr. Gernsheim). Am 1.11.1941 zog man zwangsweise in die Hintere Judengasse 2. Max J. musste bei der Firma Blendax, Mainz Zwangsarbeit leisten..
Laut polizeilichem Eintrag sind die Eheleute Joseph nach unbekannt ausgewandert, in Wahrheit wurden sie am 20.3.1942 nach Piaski/Polen deportiert. Sie sind verschollen in Polen., beide wohl ermordet in Belsec.
Kostenlos dank Ihrer Hilfe
Diese Biografie ist frei zugänglich. Wenn Ihnen der Stolpersteine Guide gefällt, freuen wir uns über einen kleinen Beitrag.
Danke an Martin Schreyer, Claudia Körner, Anett Humboldt, Peter Hein und 6 weitere.Stolpersteine in der Nähe
Jakob Zacharias170 m
Ludwig Schwarz200 m
Tini Moses210 m
Frieda Rosenbaum, geb. Spatz210 m
Franziska Meyer260 m
August Lang300 m
Quellen & Impressum
Warmaisa ist der alte hebräische Name für die Stadt Worms, die Raum für eine der bedeutendsten jüdischen Gemeinden bot und deshalb auch »Klein-Jerusalem« genannt wurde. Seit 2021 ist sie als SchUM-Stadt zusammen mit Mainz und Speyer offiziell immaterielles Weltkulturerbe.
Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, in Worms und in der Region die historische und gegenwärtige lebendige jüdische Kultur zu pflegen und zu fördern und den Menschen deren große Bedeutung nahezubringen.
Sehr wichtig ist uns in diesem Zusammenhang auch die Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Mainz-Worms, der Stadt Worms und anderen für unsere Arbeit relevanten Institutionen.
kontakt@warmaisa.de