Biografie von Henny Kahn, geb. Mangelsdorf
geboren in Mannheim,
Witwe von Joseph Kahn (1858-1910)
Das Paar hatte zwei Kinder: Felix Samuel K., geb. 1896 in Worms und Nelly K., geb. 1899 in Worms.
Henny Kahn und ihr Sohn Felix wohnten in Worms in der Festhaus-(später Rathenau)-Straße 31. Die Familie lebte seit 1883 in Worms.
Joseph K. war Inhaber einer Papierfabrik, die bereits 1912 nicht mehr existierte. Sie hatte nach Joseph K.’s Tod unter dem Namen Joseph Kahn Witwe bis 1912 weiterbestanden. Danach war Henny K. als „Privatin“ und ihr Sohn als Kaufmann ohne nähere Angaben gemeldet.
Sohn Felix verließ Worms 1939 und ging nach Irland. Weiteres über ihn und auch über seine Schwester ist nicht bekannt.
1940 zog Henny Kahn in die Kriemhildenstraße 20 und 1941 in die Burkhardstraße 10, am 1.12.1941 in die Hintere Judengasse 2 (jüdisches Gemeindehaus).Wahrscheinlich war sie dort zwangsweise eingewiesen worden, wie so viele vor der Deportation.
Henny Kahn geb. Mangelsdorf wurde am 25.9.1942 ohne Angabe eines Reiseziels abgemeldet. In Wirklichkeit wurde sie mit dem Transport am 27.9.1942 nach Theresienstadt deportiert. Sie starb dort am 16.3.1943.
Medien
Fotos
Kostenlos dank Ihrer Hilfe
Diese Biografie ist frei zugänglich. Wenn Ihnen der Stolpersteine Guide gefällt, freuen wir uns über einen kleinen Beitrag.
Danke an Martin Schreyer, Claudia Körner, Anett Humboldt, Peter Hein und 6 weitere.Stolpersteine in der Nähe
Hugo Julius Joseph< 10 m
Sara Scharff, geb. Kuhn< 10 m
Dr. Werner Kulp30 m
Moses Jakob Bronner60 m
Friedrich Buschhoff70 m
Adolf Ullmann90 m
Quellen & Impressum
Warmaisa ist der alte hebräische Name für die Stadt Worms, die Raum für eine der bedeutendsten jüdischen Gemeinden bot und deshalb auch »Klein-Jerusalem« genannt wurde. Seit 2021 ist sie als SchUM-Stadt zusammen mit Mainz und Speyer offiziell immaterielles Weltkulturerbe.
Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, in Worms und in der Region die historische und gegenwärtige lebendige jüdische Kultur zu pflegen und zu fördern und den Menschen deren große Bedeutung nahezubringen.
Sehr wichtig ist uns in diesem Zusammenhang auch die Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Mainz-Worms, der Stadt Worms und anderen für unsere Arbeit relevanten Institutionen.
kontakt@warmaisa.de