Biografie von Sara Scharff, geb. Kuhn
Sara Scharff war Anfang der dreißiger Jahre nach Worms gekommen und zu ihrer verwitweten Tochter Johanna in die Rathenaustraße 31 gezogen. Beide Frauen lebten hier zusammen bis zum Winter 1940/41. Da mussten sie zwangsweise umziehen ins jüdische Altersheim in der Hinteren Judengasse 6, das damals stark überbelegt war.
Am 30.10.1941 kam für beide die Einreisegenehmigung nach Kuba – aber leider zu spät. Mit ihrer Tochter wurde auch Sara Scharff am 27.9.1942 nach Theresienstadt deportiert. Sie hat diese Deportation nicht überlebt. Schon wenige Tage nach ihrer Ankunft in Theresienstadt starb die 92-jährige am 6.10.1942.
Ihre Tochter Johanna Bockmann (geb.1874 in Mannheim) gehörte zu den 1200 Gefangenen, die am 5.2.1945 von den Nazis aus der Haft in die Schweiz entlassen wurden. Von dort ging sie in die USA zu ihrer Tochter. Sie starb im Alter von 99 Jahren.
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Quellen & Impressum
Warmaisa ist der alte hebräische Name für die Stadt Worms, die Raum für eine der bedeutendsten jüdischen Gemeinden bot und deshalb auch »Klein-Jerusalem« genannt wurde. Seit 2021 ist sie als SchUM-Stadt zusammen mit Mainz und Speyer offiziell immaterielles Weltkulturerbe.
Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, in Worms und in der Region die historische und gegenwärtige lebendige jüdische Kultur zu pflegen und zu fördern und den Menschen deren große Bedeutung nahezubringen.
Sehr wichtig ist uns in diesem Zusammenhang auch die Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Mainz-Worms, der Stadt Worms und anderen für unsere Arbeit relevanten Institutionen.
kontakt@warmaisa.de