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Familie Blum und Peiser

Biografie von Salomon Blum, Ida Blum und 3 weitere

Salomon Blum, geb. 05.12.1864 in Roxheim und Ida Blum, geborene Grünwald, geb. 08.12.1873 in Stuttgart, wurden 1942 nach Theresienstadt deportiert. Ida Blum wurde am 05.10.1942 dort ermordet, Salomon Blum am 02.01.1943.

Ernst Peiser, geb. 16.05.1893 in Bunzlau/Schlesien. Im ersten Weltkrieg war er als Feldwebel Kriegsteilnehmer und verlor dabei ein Auge. Für seine Tapferkeit erhielt er das „Eiserne Kreuz“. Nach dem ersten Weltkrieg war er im Geschäft des Großvaters tätig, bis er 1934 Sekretär der jüdischen Gemeinde in Saarbrücken wurde. Am 11.11.1938 wurde er nach Dachau deportiert. Im September 1939 floh er nach Köln. Er wurde am 18.06.1943 erneut verhaftet, nach Theresienstadt deportiert und am 28.10.1944 in Auschwitz ermordet. Verheiratet war er mit Erna Peiser, geborene Blum, geb. 16.05.1900 in Saarbrücken. Sie und Ernst Peiser heirateten 1922 und hatten zwei Kinder:

Gustav Peiser, geboren am 22.02.1929 in Saarbrücken ist als Kind im Juni 1939 in die Schweiz geflohen und lebte nach dem Krieg in Grenoble, wo er als Juraprofessor an der dortigen Universität bis zu seiner Emeritierung lehrte. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Das Ehepaar Peiser lebte zusammen mit ihren Schwiegereltern Salomon und Ida Blum in der damaligen Königin-Luisen-Straße 24 (heute: Ursulinenstraße) Erna Peiser erlitt (ausgenommen die Zeit im KZ Dachau) das gleiche Schicksal wie ihr Ehemann: beide wurden am 28.10.1944 in Auschwitz umgebracht.

Rachel Peiser, geb. am 21.02.1923 in Stuttgart, seit ihrer Heirat heißt sie Rachel Caro. ihr Mann ist verstorben, beide hatten vier Kinder, wovon ein Kind gestorben ist. Rachel Peiser gelang es mit der Jugendalijah von Berlin aus 1938 nach Palästina zu gelangen und lebt seitdem in einem Kibbuz in Israel, wo sie als Babypflegerin im Kinderhaus des Kibbuz arbeitete. Leider konnte Sie nicht herkommen, sie befürchtete, dass die Reise und der Anlass über ihre Kräfte gehen würden. Immerhin ist sie bereits 87 Jahre alt. Umso mehr freuen wir uns, dass ihr Bruder die beschwerliche Bahnfahrt von 9,5 Stunden von Grenoble nach Saarbrücken auf sich genommen hat, um heute der Gedenksteinverlegung beizuwohnen.

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