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Dr. Samuel Gilde

Biografie von Dr. Samuel Gilde

Der ledige, am 8. Januar 1874 in Kaunas/Litauen geborene, Dr. med. Samuel Gilde musste wegen des Berufsverbotes der Nationalsozialisten gegen jüdische Ärzte seine gutgehende Praxis in München aufgeben. Ab 1. November 1938 war er als Untermieter im Haus des jüdischen Schriftstellers Hermann Gottschalk in Dachau-Augustenfeld gemeldet.

Bereits am 10. November 1938 floh er nach der Pogromnacht aus Dachau.
Er wurde verhaftet und am 12. November ins KZ Dachau gebracht. Anfang Dezember 1938 entlassen, versuchte er vergeblich, in die USA auszuwandern. Zuletzt besaß der ehemals erfolgreiche Facharzt für Haut- und Harnleiden nur noch eine Schlafstelle in der Heimanlage für Juden in Berg am Laim (München). Mit 68 Jahren wurde er 1942 in der Flachsröste Lohof zur Zwangsarbeit verpflichtet, dann ins Ghetto Theresienstadt deportiert und am 30. Juni 1944 dort ermordet.

Weitere Informationen: https://www.dachau.de/tourismus/kz-gedenkstaette/stolpersteine.html

Text und Recherche Frau Brigitte Fiedler, Gästeführerin der Stadt Dachau

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