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Max Rosenthal

Biografie von Max Rosenthal

Plötze 16

Max Rosenthal wurde am 11. Juli 1892 in Thalheim geboren. Wie sein Vater erlernte er den Beruf des Kaufmanns. Im Ersten Weltkrieg war er Soldat und geriet in Gefangenschaft, aus der er im Oktober 1919 heimkehrte.
1921 heiratete Max Rosenthal die in Eufingen geborene Johanna Simon. Das Paar hatte drei Kinder, von denen zwei 1930 an Diphterie starben.
Die ohnehin angespannte wirtschaftliche Situation der Familie verschlechterte sich mit Beginn der NS-Zeit. Die Handelserlaubnis für Vieh wurde Max Rosenthal 1936 entzogen. Die Familie zog daher in die Pförtnerwohnung der Synagoge an der Schiede und plante die Auswanderung. Im September 1938 reisten Johanna Simon und der siebenjährige Ernst mit einem Besuchervisum in die USA ein. Max Rosenthal wollte möglichst bald nachkommen, doch gelang ihm dies nicht mehr. Als am 9. November 1938 der braune Mob die Limburger Synagoge verwüstete, musste Max Rosenthal nur mit einer Unterhose bekleidet über das Dach fliehen. Kurz darauf wurde er verhaftet und ins KZ Buchenwald deportiert. Erst im Januar 1939 wurde er entlassen. Künftig wohnte er bei Familie Isselbächer an der Plötze 16.
Im Mai 1939 schiffte sich Max Rosenthal auf der „MS St. Louis“ ein, zusammen mit 906 weiteren Menschen, zumeist jüdische Flüchtlinge. Während der Reise wurde die von der kubanischen Regierung zugesagte Landungsgenehmigung widerrufen, so dass eine Einreise unmöglich war. Auch die USA weigerten sich, die Flüchtlinge aufzunehmen. So fuhr das Schiff zurück nach Europa. In Antwerpen mussten die Passagiere die „St. Louis“ verlassen und wurden auf verschiedene Länder verteilt.
Max Rosenthal kam nach Frankreich. Bei Kriegsausbruch wurde er als Deutscher interniert, zunächst in Septfonds in Südfrankreich, dann in Drancy. Mit dem Transport 30 wurde er am 9. September 1942 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

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