Biografie von Rosa Weinberger
Plötze 16
Rosa Weinberger wurde am 25. Juli 1886 in Langendernbach geboren. Sie erlernte den Beruf der Schneiderin und legte 1911 in Limburg die Meisterprüfung des Damenschneider-Handwerks mit der Note „Gut“ ab. Lange lebte sie in der Grabenstraße, zeitweise zusammen mit ihrer Mutter, die 1927 starb. Seit 1938 lebte Rosa Weinberger an der Plötze, zunächst in Haus Nr. 4, dann ab August bei Familie Isselbächer in Haus Nr. 16. Zu ihren Vermietern hatte sie ein gutes Verhältnis. Sara Isselbächer teilte im Februar 1939 ihren Kindern in Paris mit: „Ich habe die Fräulein Weinberger, die macht mir mein Kleid zurecht.“
Anfang 1939 ging Rosa Weinberger nach Frankfurt. Am 11. November 1941 wurde sie zusammen mit mehr als 1000 weiteren Menschen nach Osten deportiert, unter ihnen die in Limburg geborenen oder ehemals dort wohnhaften Rosi Eschenheimer, Lina Lehmann, Irma Lion, Siegbert Philipp, Dora Rieser, Ferdinand Stern und Moritz Sternberg. Der Transport kam am 17. November in Minsk an. Rosa Weinbergers weiteres Schicksal liegt im Dunkeln.
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