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Ehepaar Cohn

Biografie von Renée Cohn, geborene Ferche und Martin Cohn

Martin Cohn, Lemker Straße 5

Martin Cohn wurde am 20. Januar 1903 in Nienburg als Sohn von Herz und Frieda Cohn geboren. Sein Vater betrieb einen Viehhandel und eine Landwirtschaft. Martin Cohn erlernte auch den Beruf des Landwirts. Am 8. Januar 1938 heiratete er Renée Ferche in Nienburg. Sie wohnten in der Lemker Straße 5. Auf Druck der Nationalsozialisten
zogen sie am 13. Oktober 1938 nach Hannover in die Lavesstraße 28. Von dort wurde Martin Cohn am 15. Dezember 1941 nach Riga deportiert. Am 9. August 1944 folgte seine Verlegung in das Konzentrationslager Stutthof. Schon vier Tage später, am 13. August 1944, wurde er in das Konzentrationslager Buchenwald gebracht und dort am 23. März 1945 ermordet.

Renée Cohn, geborene Ferche, wurde am 27. Januar 1915 in Halle an der Saale geboren. Am 13. Juni 1937 zog sie mit Martin Cohn nach Nienburg in die Lemker
Straße 5. Auch sie wurde am 15. Dezember 1941 nach Riga deportiert. Von dort aus kam sie am 9. August 1944 in das Konzentrationslager Stutthof, wo sie im August
1944 die Befreiung durch die sowjetischen Truppen erlebte. Im Jahre 1948 wanderte sie von Hannover nach England aus, wo sie als Hausmädchen arbeitete. 1957 zog sie dann nach New York/USA, wo sie ihren zweiten Mann heiratete und dann Ross hieß. Im Juli 1989 besuchte sie mit ihrer Tochter Maria Rodin auf Einladung der Stadt
Nienburg ihren ehemaligen Wohnort. Renée Ross starb 1992 in Clearwater/Florida (USA).

Die Stolpersteine erinnern seit dem 10. März 2014 an das Ehepaar Cohn.

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