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Familie Franken

Biografie von Aron Franken, Erna Franken, Ellen Fargate geb. Franken und Horst Franken

Etwa 1921 kamen Erna und Aron Franken mit ihrer Tochter Ellen nach Kleve. Sohn Horst wurde hier geboren. Aron Franken war Viehhändler.
Mit Beginn es Nationalsozialismus brach das Familienleben auseinander. Die Eltern schickten Horst 1934 in ein Internat nach Italien, weil er infolge der zunehmenden antijüdischen Maßnahmen nicht auf der höheren Landwirtschaftsschule bleiben konnte.
Tochter Ellen zog 1936 nach Berlin und die Mutter folgte ihr ein Jahr später, nachdem ihr wegen angeblicher Devisenvergeben ein Gerichtsverfahren drohte und sie unter Beobachtung der Gestapo stand. Im gleichen Jahr verließ auch Aron Franken Kleve. Er siedelte zu seiner Schwester nach Boxmeer in den Niederlanden um und ließ auch seinen Sohn dorthin kommen.
Nach der Besetzung der Niederlande waren beide wiederum der sofort einsetzenden Judenverfolgung ausgeliefert. Über das Lager Westerbork wurden sie 1943 in das Vernichtungslager Sobibor deportiert und dort ermordet.
Erna und Ellen Franken mussten ab 1940 in Berlin Zwangsarbeit leisten. Im Februar 1943 wurde Erna Franken aufgegriffen und nach Auschwitz deportiert. Ellen Franken, durch das Verschwinden ihrer Mutter gewarnt, tauchte unter und lebte bis zur Befreiung durch die russischen Truppen im Mai 1945 in der Illegalität. 1948 wanderte sie in die USA aus. Dort nahm sie einen neuen Namen an: „Fargate“ - fernes Tor.

Aron Franken (Elten 1881 – 1943 Sobibor, Vernichtungslager)
Erna Franken geb. Löwenthal (Essen 1890 – 1943 Auschwitz, Vernichtungslager)
Ellen Fargate geb. Franken (Essen 1914 – 2004 New York, NY USA)
Horst Franken (Kleve 1922 – 1943 Sobibor, Vernichtungslager)

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Quellen & Impressum

Haus der Begegnung – Beth HaMifgash e.V.

mifgash.de
Die AG Geschichte besteht seit April 2014. Ihre Aufgabe ist die weitere Aufarbeitung der jüdischen Geschichte in Kleve.

Autorin und Ansprechpartnerin: Helga Ullrich-Scheyda · helga@scheyda.de