Biografie von Philipp, Rahel und Felix Nussbaum
Philipp Nussbaum war gemeinsam mit Simon Grossels Inhaber der Eisenhandelsgesellschaft "Gossels u. Co.", Große Hamkenstraße 6. Er heiratete 1900 in Bünde Rahel van Dyk, zusammen hatten sie zwei Söhne. Der jüngere Sohn Felix, geb. 1904 in Osnabrück, meldete sich 1923 zum Studium nach Berlin ab. 1935 war Felix Nussbaum in Italien gemeldet, dann in Ostende und später emigrierte er nach Brüssel. 1940 erfolgte die Internierung im Lager St. Cyprien, von wo aus er floh. Schließlich wurde er mit seiner Frau Fajga (Felka) Platek Ende Juli 1944 von Brüssel nach Auschwitz deportiert, wo Felix Nussbaum für tot erklärt wurde. Auch der älteste Sohn Justus, geb. 1901 in Osnabrück, wurde deportiert, sein amtliches Todesdatum wurde auf den 7. bzw. 31.12.1944 datiert. Philipp Nussbaum reiste mit seiner Frau 1933 als "Pensionär" in die Schweiz, von dort aus weiter nach Italien. 1935 kehrte das Ehepaar nach Köln zurück. Nach der Pogrom-Nacht 1938 emigrierten Philipp und Rahel Nussbaum nach Amsterdam. Von dort aus wurden sie am 8. Februar 1944 in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert.
Quellen: Sellmeyer, Martina u. Peter Junk: Stationen auf dem Weg nach Auschwitz. Bramsche: Rasch Verlag, 2000³.
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