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Wilhelm Johann Küsters

Biografie von Wilhelm Johann Küsters

Wilhelm Johann Küsters wurde am 15. Oktober 1894 geboren. Von Familie und Freunden wurde der in den 1920er Jahren mehrfach wegen Betrugs und Hehlerei verhaftete Küsters Hans genannt. In dem Wiedergutmachungsverfahren auf Antrag der Witwe Küsters, machte sein Schwager im Jahr 1946 die Aussage, dass Hans Küsters im Februar 1942 aufgrund einer in der Gegenwart des Schwagers stattfindenden politischen Auseinandersetzung mit einer dritten Person von der Gestapo inhaftiert wurde. Eine Verhandlung habe nicht stattgefunden. 1950 ergänzte er, dass ein mittlerweile verstorbener Lederwarenhändler die Gestapo gerufen habe, nachdem sein Schwager geäußert habe, dass er "mit der braunen Pest" nichts zu tun haben wolle. Hans Küsters sei noch in der gleichen Stunde verhaftet und in den Schaumburgkeller eingeliefert worden. Später kam er in das KZ Sachsenhausen.
Es liegen weitere Belege für die politische Generschaft Küsters vor: Der Klempnermeister Arnold Nierbeck sagte 1953 in einer eidesstattlichen Erklärung aus, dass der Denunziant mit seiner Tat in seiner Gegenwart in der Gastwirtschaft Hüdepohl geprahlt habe, "das er einen aus der Großen Rosenstraße habe verhaften lassen". Zudem erinnerte sich ein weiterer Schwager, der Mitglied einer SA-Kapelle war, 1953 an eine Auseinandersetzung in der Wohnung der Mutter: "Meine Frau und ich verließen sehr bald die Wohnung, weil mein Schwager uns in übelster Weise als Nazischweine usw. beschimpfte."

Quellen: Böhne, Lisa: "Osnabrücker Schicksale" - bisher unveröffentlichtes Manussript, Osnabrück 2011; Niedersächsisches Landesarchiv - Standort Osnabrück, Rep 430 Dez 304 Akz 2003/036 Nr. 299.

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