Biografie von Klaus Lienemann
Klaus Lienemann wurde am 07.6.1938 in Osnabrück geboren. Sein Vater hieß August Lienemann. Er war Schlosser. Klaus Lienemann wurde in die "Kinderfachabteilung" der Landes- Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg eingeliefert. Er wurde als "tiestehender Junge", der "vollkommen apathisch" sei, bezeichnet. Dort verstarb er am 26.6.1944. Als offizielle Todesursache wurde "Colitis ulcerosa" angegeben. Klaus Lienemann ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Opfer der "Kinder-Aktion", d.h. Opfer eines NS-Verbrechens in der Psychiatrie im Zweiten Weltkrieg in Deutschland. In der "Kinderfachabteilung" der Landesheilanstalt Lüneburg wurden während des Zweiten Weltkriegs 350 Kinder ermordet.
Quellen: Reiter, Raimond: Opfer aus Osnabrück in der "Kinderfachabteilung" der Landes- Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg im Zweiten Weltkrieg, unveröffentlichtes Manusskript, Stadt Osnabrück, Büro für Friedenskultur, 2011.
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