Biografie von Karl Friedrich Wilhe Harstick
Karl Friedrich Wilhelm Harstick wurde in Osnabrück geboren. Schon früh äußerte er seine Abneigung gegen Hitler, wie seine Ehefrau später berichtete. 1940 wurde Harstick zur Luftwaffe eingezogen und der Flakabteilung 5 in Königsberg zugeteilt. Nach Aussage seiner Frau wurde der Soldat wegen "staatsfeindlicher Äußerungen" von seinen Vorgesetzten schlecht behandelt. Ein Jahr später wurde er in zwei Fällen wegen "Zersetzung der Wehrmacht" verhaftet und vom Feldkriegsgericht zu einer Zuchthausstrafe von sechs Jahren und einem Ehrverlust von fünf Jahren verurteilt. Am 26.07.1942 ist er in das Lager II Papenburg-Aschendorfermoor überführt worden. Am 22.02.1943 erkrankte er dort an einer eitrigen Rippenfellentzündung und verstarb am 31.03.1943 im Marienhospital in Papenburg. 1956 schrieb die Ehefrau zum Tod ihres Mannes folgendes an die Entschädigungsbehörde Osnabrück: "Er hat schon vorher u. vor allem bei der Wehrmacht aus seiner Abneigung gegen Hitler kein Hehl gemacht. Er beklagte sich verschiedentlich darüber, daß seine Vorgesetzten bei der Wehrmacht, ihn deswegen nicht leiden können, u. schlecht behandeln. Wegen diesen staatsfeindlichen Äußerungen die angeblich auch die Wehrkraft zersetzten wurde er dann zu der hohen Zuchthausstrafe verurteilt. Das diese Angelegenheit eine reine politische war, geht aus der Tatsache hervor, daß sämtliche Bezüge sofort eingestellt wurden, selbst das Kindergeld."
Quellen: Niedersächsisches Landesarchiv Standort Osnabrück, Rep 430 Dez 304 Akz. 2003/036 Nr. 1062; Garbe, Detlev: Die vergessenen KZ's? Gedenkstätten für die Opfer des NS-Terrors in der Bundesrepublik, Bornheim- Merten 1983; Recherche VVN-BdA.
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