Biografie von Sally Rosenthal *1891, Lina Rosenthal, g.Seelig *1896 und Renate Rosenthal *1926
Darmstädter Straße 43
Hier befand sich die Metzgerei und das Wohnhaus der Eheleute Sally und Lina Rosenthal, geb. Seelig, die das Grundstück 1920, kurz nach ihrer Eheschließung vom Schwiegervater Ferdinand Seelig erworben hatten. Ihre Tochter Renate kam 1926 zur Welt und wuchs wohlbehütet auf. Diese Idylle trübte sich in Renates Schulzeit, als das Geschäft ihrer Eltern 1933 boykottiert wurde. Familie Rosenthal war nicht orthodox, sondern dem liberalen Judentum verpflichtet. Somit wurde in der Metzgerei koscheres aber auch nicht koscheres Fleisch verkauft. Ihre einst gut gehende Metzgerei mussten sie schließlich 1934 unter antisemitischem Druck aufgeben und flohen über Mainz nach Bolivien und später in die USA.
In Bolivien lernte Renate Rosenthal ihren deutschen Mann, einen Installateur, kennen, mit dem sie sich 1949 ihren Wunschtraum erfüllte, nach USA und über New York nach New Jersey auszuwandern, wo sie heute noch wohnt. Renate Rosenthal trägt heute den Namen Renata Schwarz. In ihren Lebenserinnerungen beschreibt sie ihre Kindheit in Groß-Gerau.
Stolpersteinverlegung am 27.8.2013
Mehr Informationen auf www.erinnerung.org
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Frieda Kahn g. Flörsheimer *1891340 m
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Quellen & Impressum
Erinnerungsinitiative "Juden in Groß-Gerau. Eine lokale Spurensuche"
Auf unserer Webseite finden Sie weitere Informationen über die 700 Jahre lange Geschichte der jüdischen Gemeinde in Groß-Gerau. Dort werden auch alle bis heute festgestellten Wohn- und Geschäftshäuser mit ihren damaligen Bewohnern vorgestellt, für die bisher noch keine Stolpersteine verlegt wurden.
www.erinnerung.org
Hans-Georg Vorndran, Büttelborn
info@erinnerung.org
In Kooperation mit dem Evangelischen Dekanat Groß-Gerau und dem Förderverein für jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau e.V. Die Erinnerungsinitiative "Juden in Groß-Gerau" ist Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit in Hessen (LAG).