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Familie Jakob Ramer

Biografie von Jakob, Lisa und Hanna Ramer

Jakob Beer Ramer wurde am 9. Februar 1903 in Dzwiniacz/Zaleszczyki/Galizien geboren. Er war mit Lisa, geb. Fahn, geboren am 22. Januar 1903 in Dzwiniacz/Lesko/Galizien verheiratet. Das Ehepaar hatte eine Tochter, die am 29. November 1932 geborene Hanna. Schon vor der Pogromnacht wollten die Eltern ihr Kind in Sicherheit bringen. Die kleine Hanna war bereits in Holland, doch ihr Heimweh war so groß, dass man das Kind zunächst nach Gelsenkirchen zurückschickte.

In der so genannten "Kristallnacht" im November 1938 mußte das kleine Mädchen versteckt unter einem Bett miterleben, wie ihr Vater in der eigenen Wohnung an der Schalker Straße von Nazischergen beinahe totgeschlagen wurde. Die Schläger ließen nur von Jakob ab, weil sie dachten er wäre bereits tot. Max Tepper, der gegenüber wohnte, sorgte dann dafür, dass der schwerverletzte Jakob Beer Ramer ärztlich behandelt wurde. Hanna Ramer wurde nach der "Kristallnacht" mit einem Kindertransport nach England gerettet. Jakob Beer Ramer wurde am 20. März 1940 in das KZ Sachsenhausen verschleppt. Er wurde dort unter der Häftlingsnummer 17570 registriert. Am 20. März 1942 starb Jakob Beer Ramer unter ungeklärten Umständen im KZ Sachsenhausen, angeblich an "Kreislaufschwäche bei Grundleiden Ruhr".

Seine Frau Lisa sollte am 27. Januar 1942 von Gelsenkirchen nach Riga deportiert werden. Sie ist vor der Deportation im Dezember 1941 geflohen. Seit dieser Zeit gab es von ihr kein Lebenszeichen mehr.

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