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Carl Flesch

Biografie von Carl Flesch

Pädagoge aus Leidenschaft

Der Geiger und Pionier der Violinpädagogik prägte mit einem jährlichen Kammermusikfest und sommerlichen Meisterkursen das Kulturleben in Baden-Baden zwischen 1925 und 1935.

Carl Flesch (1873- 1944), bedeutender Geiger und Pionier der Violinpädagogik aus Berlin, verbrachte seit 1926 die Sommer im Kurort Baden-Baden und zog im Rahmen der von ihm und dem Pianisten Karl Friedberg veranstalteten Meisterkurse bekannte junge Geiger aus aller Welt in den Kurort. Darunter waren Musiker wie z.B. Alma Moodie, Martha Linz, Max Rostal, Simon Goldberg, Henryk Szeryng und Ricardo Odnoposoff.

Besonders seit dem Sommer 1929 bis 1934 waren diese Kurse gut besucht. Den Winter verbrachte Carl Flesch in Berlin, wo er eine Professur an der Musikhochschule hatte. Zu seinen Lehrwerken gehörte u.a. "Die Kunst des Violinspiels" Band I von 1923 und Band II, verfasst in seiner Baden-Badener Zeit und 1928 erschienen.
Zusammen mit Karl Friedberg und Felix Salmond, der später von Gregor Piatigorsky abgelöst wurde, veranstaltete er jährlich ein klassisches Kammermusikfest in der ersten Septemberwoche, das Baden-Baden zu einem anerkannten Kammermusikzentrum machte. Badener Tagblatt, 10.9.1930

Ende 1935 verließ Carl Flesch Deutschland und kam auf der Flucht vor der nationalsozialistischen Verfolgung nach einer Odyssee durch verschiedene europäische Länder (England, Holland, Ungarn) 1943 in die Schweiz.

1944 starb er an einem Herzleiden, das er sich bei der Flucht zugezogen hatte. Carl Fleschs sommerliche Violinkurse finden seit 1982 eine Fortsetzung in den Baden-Badener Meisterkursen der Carl-Flesch-Akademie.

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