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Ida Löwenstein, geb. Meyer

Biografie von Ida Löwenstein

Ida Löwenstein, geb. Meyer kam am 8. November 1868 in Gütersloh zur Welt.
Eltern: Kaufmann Hermann Meyer (1833-1915) und Johanna Speyer (1843-1900).
Das Wohnhaus stand an der Chausseestraße 93, später Domhof 5, in dem bereits
die Großeltern Jacob (geb. 1780) und Adelheid geb. Rosenberg (1807-1863)
wohnten. Das Gebäude befand sich in unmittelbarer Nachbarschaft der 1984
eröffneten Stadtbibliothek und wurde zuletzt als Heimathaus genutzt und 1988
abgerissen. Die Grünanlage dient heute als Standort des Zwangsarbeiterdenkmals.
Ida Löwenstein hatte drei Schwestern, Adelheid (geb. 1865), Julie (geb. 1867) und
Emma (geb. 1869). Der Vater Hermann Meyer war von November 1865 bis März
1871 Repräsentant der Gütersloher Synagogengemeinde. Im Frühjahr 1871 zog die Familie nach Bielefeld. 1898 heiratete Ida den Webereibesitzer Philipp Löwenstein (1854-1925) aus Bocholt. Für ihn war es die 2. Ehe. Die Fa. Stern & Löwenstein war laut Briefkopf von 1914 eine „Mechanische Baumwollweberei, Rauherei, Färberei und Appretur“, die 1925 auf die Produktion von Hemden-Popeline umstellte. 1935 zog Ida Löwenstein in die Nähe ihrer Tochter Johanna und des Schwiegersohnes Dr. Otto Plaut (1893-1983) nach Leipzig. Die beiden emigrierten im Mai 1939 in die USA, im Juni 1939 wanderte Ida Löwenstein nach Hilversum, Niederlande, aus. Im März 1943 wurde sie vom Lager Westerbork aus in das Vernichtungslager Sobibor (Polen) deportiert, wo sie nur wenige Tage nach der Ankunft umgebracht wurde. Der Sohn Ernst (1882-1955) überlebte die Lageraufenthalte in Bielefeld und Hasbergen-Ohrbeck und wohnte in Osnabrück.

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Quellen & Impressum

Elly-Heuss- Knapp Schule und Stadtarchiv

Geschichts-AG der Elly-Heuss- Knapp- Schule unter der Leitung von Katrin Geweke.
Bilder und Informationen erhalten vom Stephan Grimm, Stadtarchiv Gütersloh.