Biografie von Hedwig Burgheim
Wettiner Str. 9
Hedwig Burgheim (Jg. 1887) studierte Pädagogik und Philosophie in Leipzig. 1918 kam sie an das Giessener Fröbel-Seminar und leitete es später bis 1933, als sie zwangsweise amtsenthoben wurde. Als die Israelitische Religionsgemeinde Leipzig ihr anbot, eine jüdische Haushalts- und Kindergärtnerinnenschule in Leipzig aufzubauen, kehrte sie in ihre Heimatstadt zurück. 1936 wurde die Schule eröffnet. Schülerinnen aus ganz Deutschland kamen hierher, um sich beruflich auf eine Auswanderung vorzubereiten. Während der Pogrome vom 09.11.1938 wurde die Schule total zerstört. Da die Bürgschaften, die das amerikanische Konsulat für ein Einreisevisum in die USA verlangte, nicht ausreichten, gelang ihr die Flucht nicht mehr.
Im Februar 1943 holte die Gestapo sie ab. Unmittelbar nach der Deportation wurde Hedwig Burgheim am 27.02.1943 in Auschwitz vergast.
Pate: Bürgerverein Waldstraßenviertel e.V.
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