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Karl-Heinz Klausmann

Biografie von Karl-Heinz Klausmann

Bis zu seinem 16. Lebensjahr wohnte Karl-Heinz-Klausmann bei Adoptiv-Eltern. Dann begann seine Flucht: zunächst ins südbadische Achern, danach zurück an die Bergstraße, auf einen Geflügelhof in Weinheim. Dort lebte er vier Jahre im Verborgenen, bevor er 1942 nach Frankreich floh und sich der Resistance anschloss.

Karl-Heinz Klausmann (*6.5.1922) wuchs als behütetes und geliebtes Adoptivkind bei den Schriesheimer Eheleuten Kamill und Maria Katharina Klausmann geb. Hartmann auf. Dass er jüdische Eltern hatte, war in Schriesheim allgemein bekannt.

Am 3. Februar 1929 wurde er getauft, 1937 konfirmiert. Wegen der sich abzeichnenden Bedrohung des "Judenkindes" gaben ihn die Eltern 1937 in eine landwirtschaftliche Lehre in Südbaden. Als seine Abstammung dort bekannt wurde, verschaffte ihm sein Vater eine Stelle auf der abgelegenen Hühnerfarm Fornoff in Weinheim. Da der Besitzer als Soldat eingezogen war, leitete Karl-Heinz Klausmann die Farm fast selbstständig.

Der Deportation der letzten badischen Juden nach Gurs im Oktober 1940 konnte er durch Protektion durch seine Arbeitgeber entgehen. Als er im April 1942 nach Polen deportiert werden sollte, entzog er sich durch Flucht nach Frankreich. Dort schloss er sich einer kleinen Gruppe Resistance-Kämpfer an, die im Mai 1944 verraten und ausgelöscht wurde. Als einer von wenigen überlebte Karl-Heinz Klausmann. Im Gegenzug sollte er seine französischen Kameraden an die Deutschen verraten.

Auf einem dieser Einsätze konnte Karl-Heinz Klausmann fliehen; was genau danach geschah, ist unklar: der Aussage eines ehemaligen Resistance-Kommandanten zufolge wurde Klausmann in die französische Armee übernommen. Eine andere Variante besagt, dass sich Klausmann in Südfrankreich erneut dem Widerstand gegen die Deutschen angeschlossen hat und dort gefallen ist. Ziemlich eindeutig geklärt ist dagegen das Todesdatum: es war der 7. Mai 1945, ein Tag nach seinem 23. Geburtstag.

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