Biografie von Patienten der israelitischen Kuranstalt
Dies war den Nazis in der Hochburg Bad Soden ein Dorn im Auge. Seit 1933 war die Kuranstalt Repressalien ausgesetzt.
Schüler warfen, angefeuert von ihrer Lehrerin, Scheiben ein. NS-Männer drangen in das Haus ein, brachen die Türen auf und zerstörten Mobiliar und Wasserleitung. Dann wurden die Patienten, wahrscheinlich über 60 Menschen, gezwungen das Haus zu verlassen. Teils im Bademantel, teils ohne Schuhe, nur im Schlafanzug wurden sie erbarmungslos aus dem Bett gejagt. Dann wurde die Israelitische Kuranstalt angezündet und teilweise niedergebrannt. Die Kranken und die sie begleitenden Pfleger wurden nach Frankfurt gebracht. Von dort ging es weiter in die Vernichtungslager.
Weil wir an eine Vielzahl von Menschen erinnern wollen, die 1938 aus der Israelitischen Kuranstalt gewaltsam von diesem Ort, Talstraße 12-14, fortgebracht wurden, hat sich die AG Stolpersteine nicht für einzelne Stolpersteine entschieden, sondern für eine Stolperschwelle.
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Danke an Martin Schreyer, Claudia Körner, Anett Humboldt, Peter Hein und 6 weitere.Stolpersteine in der Nähe
Elsa Nossbaum60 m
Arnold Kallner90 m
Hannelore Strauss370 m
Abraham Cohn380 m
Max Dr. Isserlin510 m
Bernhard Freymann550 m
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V.i.S.d.P.: Dr.Rüdiger Brause
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65812 Bad Soden
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