Biografie von Leopold Strausser, Therese Strausser, Liselotte Strausser und Sophie Neuhof
Familie Strausser war im Zuge der Reichsprogromnacht im November 1938 dem wütenden Mob ausgesetzt. Die Einrichtung der Wohnung wurde teils zerstört, geplündert oder aus dem Fenster geworfen. Es gibt einen Hinweis darauf, dass Therese Strausser dabei misshandelt wurde. Großmutter Neuhof, Therese und Leopold Strausser wurde zunächst nach Frankfurt vertrieben. Die Villa Rheinfels mussten sie verfolgungsbedingt 1939 verkaufen. Ihr Vermögen wurde bis auf einen monatlichen Freibetrag beschlagnahmt.
Sophie Neuhof und ihr Schwiegersohn Leopold Strausser starben unter ungeklärten Umständen im November 1939.
Therese Strausser wurde am 22.11.1941 bei der dritten großen Deportation von Frankfurt mit dem Ziel Riga deportiert. Der Transport erreichte aber den Zielort wegen „Überfüllung des Ghettos“ nicht, sondern wurde nach Kowno umgeleitet, wo die Frankfurter Verschleppten ausnahmslos am 25.11.1941 ermordet wurden.
Überleben konnte nur die Tochter Liselotte durch die Flucht in die USA.
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