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Muna Lübberstedt Unter den Eichen 26 Axstedt / Lübberstedt

Biografie von Muna Lübberstedt

Manchen älteren Mitbürgern ist die Geschichte der Muna Lübberstedt noch vertraut. Vielen anderen Menschen, die neu in der Gemeinde sind oder ganz einfach jünger, ist diese Vergangenheit nicht bekannt. Mit der Geschichte unseres Landes sind sie vertraut, von den Konzentrationslagern im Dritten Reich wissen sie, aber: So in unserer Nähe? Unglaube ist die erste Reaktion, wenn man von „Lübberstedt“ als Standort eines Konzentrationslagers hört. Aber es ist tatsächlich wahr, in der NS-Zeit befand sich eine Außenstelle des KZ Neuengamme zwischen Axstedt und Lübberstedt. Hier wurden Zwangsarbeiterinnen gefangen gehalten, die unter unwürdigen Bedingungen ihr Leben fristen mussten. Einige Menschen fanden dabei den Tod, ihrer wird auf dem Friedhof in Lübberstedt gedacht.

Nach dem Krieg übernahm die Bundeswehr das Gelände der ehemaligen „Lufthauptmunitionsanstalt Lübberstedt“. Seit die Bundeswehr den Standort Axstedt verlassen hat, ist das Gelände wieder zugänglich, aber nicht für jedermann offen. Die Zukunft dieses Areals ist noch in Planung, ein Naturschutzgebiet ist angedacht. Bereits vor über 20 Jahren gründeten engagierte und geschichtsbewusste Bürger/innen den Verein „Arbeitskreis Muna Lübberstedt e.V.“, der sich mit der Geschichte der Muna beschäftigt und verschüttetes Wissen ans Tageslicht beförderte. Als Initiatoren sind ganz besonders der leider zu früh verstorbene Volrad Kluge, Barbara Hillmann und Erdwig Kramer zu nennen, die ehrenvolle Verdienste um diese Aufgabe erwarben. 1996 erschienen die Ergebnisse ihrer Recherche, bei der sie von Thorsten Gajewi und Rüdiger Kahrs unterstützt wurden, in einem Buch. Es trägt den Titel „Lw. 2/XI – Muna Lübberstedt Zwangsarbeit für den Krieg“ und ist bei „Edition Temmen“ erschienen.

Mit dem Erscheinen der Dokumentation hatte der Verein sein Werk aber noch nicht vollendet. Man wollte den Menschen die Orte dieses unrühmlichen Teils unserer Geschichte nun auch zeigen. Mit unendlich viel Initiative gelang es Erdwig Kramer und seinen Vereinsmitstreiter/inn/en, eine Erlaubnis für Führungen durch das Gelände zu erhalten. Seit mehreren Jahren werden diese Führungen einmal im Monat angeboten und erfreuen sich großen Zuspruchs. Ziel ist die Bewusstmachung dieses Teils der Geschichte, um die Wiederholung solcher Fehler zu vermeiden.

Das Buch über die Geschichte der MUNA sind auch in der Stadtbibliothek, Uni Bremen Bibliothek und im Kreismedienzentrum in Osterholz-Scharmbeck ausleihbar.

Weitere Informationen auch zu Führungsterminen unter: www.muna-luebberstedt.de

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