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Wohnhaus Amalie Hotz

Biografie von Amalie Hotz

Heutige Adresse: Hindenburgstraße 27

Amalie Hotz
Geboren am 3. Februar 1903 in Göppingen, ermordet vermutlich am 4. Oktober 1940 in Grafeneck.
Amalia Hotz wurde als drittes von 5 Kindern der Eheleute Hugo Hotz und seiner Frau Amalie geborene Lampard in Göppingen geboren. Ihr Vater war Schreiblehrer. Die Familie zog ein Jahr nach ihrer Geburt nach Schwäbisch Gmünd um, wo ihre beiden Schwestern geboren wurden. Ab September 1909 wohnte die Familie in Esslingen. Der Vater war nun als Kaufmann tätig. Er starb im Jahr 1927.
Mit 14 Jahren wird Amalie am 3. August 1917 in die Pflegeanstalt Heggbach aufgenommen. Als Grund für die Behinderung wird eine Hirnhautentzündung in der Kindheit vermutet. Sie blieb dort bis zum 14. September 1940, als sie in die als Zwischenanstalt fungierende Heilanstalt Zwiefalten verlegt wurde.
Aufgrund des gefälschten Sterbedatums, das auf den 18.Oktober ausgestellt ist, kann davon ausgegangen werden, dass sie mit dem Transport von Heggbach über die Zwischenanstalt Zwiefalten am 4. Oktober verlegt worden war.
Von Heggbach wurden 68 Bewohner an diesem Tag deportiert, die am selben Tag noch ermordet wurden.
Zur Verschleierung des Mordes wurde als Todesort Sonnenstein angeführt.
Amalie Hotz wurde 37 Jahre alt.

Quellen:
Gudrun Silberzahn-Jandt: Esslingen am Neckar im System von Zwangssterilisation und "Euthanasie" während des Nationalssozialismus, Strukturen - Orte - Biographien

Medien

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