Biografie von Joseph, Selma und Kurt Marx
An dieser Stelle stand früher das Wohnhaus des Metzgers und Viehhändlers Joseph Marx, der hier mit Ehefrau Selma und Sohn Kurt lebte. Joseph Marx wurde 1933 aus dem Reichsverband des nationalen Viehhandels ausgeschlossen, 1938 verweigerte man ihm die Verlängerung seines Gewerbescheins, wodurch er endgültig seine Existenz verlor. Ab 1939 war Joseph Marx zur Zwangsarbeit im Straßenbau verpflichtet. Im Zuge des Novemberpogroms 1938 wurde das Haus der Familie Marx verwüstet. Es war eines der beiden sogenannten „Judenhäuser“, in denen im September 1941 auf Anordnung der Gestapo die verbliebenen 19 Mitglieder der jüdischen Gemeinde Linz (drei Personen lebten noch in Leubsdorf) zusammengepfercht und vorinterniert wurden. Im folgenden Jahr wurden Joseph, Selma und Kurt Marx Richtung Osten deportiert und dort ermordet. Die Stolpersteine werden verlegt, sobald die Bauarbeiten hier beendet sind.
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Ada Braun200 m
Alex Fernich210 m
Elise Marx260 m
Heinrich Bermann260 m
Dina Wallach270 m
Henriette Marx270 m
Quellen & Impressum
Andrea Rönz M.A. (Leitung)
Hausanschrift
Servitessenkirche, Klosterstraße 13
53545 Linz am Rhein
Postanschrift
Verbandsgemeindeverwaltung Linz – Stadtarchiv
Am Schoppbüchel 5
53545 Linz am Rhein
Tel. +49 (0) 2644 3222
Fax +49 (0) 2644 56018990
eMail: stadtarchiv@linz.de
Quellen: Anton u. Anita Rings, Die ehemalige jüdische Gemeinde in Linz am Rhein. Erinnerung und Gedenken, 2. Aufl., Linz am Rhein 1992.
Arolsen Archives, Internationales Zentrum über NS-Opfer
Bundesarchiv, Gedenkbuch für die Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945
Landeshauptarchiv Koblenz, Gestapo-Karteien
Verbandsgemeinde Linz am Rhein, Einwohnermeldeamt