Biografie von Kreispflegeanstalt und Kreispflegeanstalt Wiechs
Zwischen 1940 und 1941 wurden im Rahmen der sog. T4_Aktion 108 pflegebedürftige Menschen aus der Kreispflegeanstalt Wiechs (Ortsteil von Schopfheim) nach Grafeneck und Hadamar verlegt. Von den 108 Verlegten wurden 107 Menschen dort grausam ermordet. Die T4-Aktion ist benannt nach der Adresse Tiergartenstraße 4 in Berlin, in der die Leitzentrale zur Ermordung behinderter Menschen im gesamten Deutschen Reich ihren Sitz hatte. Diese Morde waren Teil der Krankenmorde der Nationalsozialisten zur Säuberung des deutschen Volkskörpers und zur Entlastung der Reichsfinanzen. Insgesamt fielen diesem Teilkapitel des nationalsozialistischen Rassenwahns bis 1945 mehr als 200.000 Menschen zum Opfer.
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