Biografie von Bertha Roozendaal geb. Eichenwald, Ernst Roozendaal und Jenni Roozendaal
Unter sehr ärmlichen Verhältnissen lebten in der Hagenstraße die beiden Familien Mozes und Salomon Roozendaal – die alten Hausnummern 26 und 30 sind heute im völlig umgebauten Straßenbild nicht mehr identifizierbar.
In beiden Familien waren die Männer sehr früh gestorben, so dass die Frauen ihre Kinder mühsam durch den Handel mit Abfallprodukten und dem Verkauf von Schafs- und Ziegenfleisch durchbringen mussten.
Beide Familien flohen 1938/39 nach Ootmarsum und Borne. Hendrina Roozendaal, Tochter des Salomon Roozendaal, zog nach Gronau, heiratete dort, konnte überleben und starb 1970 in Nordhorn. Die Geschwister Ernst und Jenni kamen 1938 zu Verwandten nach Ootmarsum/NL. Der behinderte Ernst begab sich in die Heil- und Pflegeanstalt Apeldoorn, um der Verfolgung zu entgehen. Im Januar 1943 wurde er zusammen mit 1000 jüdischen Menschen von dort aus nach Auschwitz-Birkenau deportiert, wo er nach er Ankunft ermordet wurde. Jenni wurde ebenfalls nach Auschwitz verbracht und dort am 09.04.1943 ermordet.
Die Mutter Bertha Roozendaal ging Anfang 1939 nach Ootmarsum und wurde 1943 in Sobibor ermordet.
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Grietje Cohen geb. Goldstein70 m
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