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Bronislaw Stempniak

Biografie von Bronislav Stempniak

Bronislaw Stempniak wurde am 26.08.1925 als polnischer Staatsbürger geboren. Wie genau er seinen Lebensweg nach Osterholz- Scharmbeck gefunden hat, ist unbekannt.

Bekannt ist aber der Zeitpunkt seines Todes: er ist am 17. Februar 1944 als Zwangsarbeiter im Arbeitserziehungslager Bremen-Farge zu Tode gekommen. In einer Auflistung über Todesfälle, die das Standesamt Neuenkirchen 1946 erstellen musste, wird Fischvergiftung als Todesursache aufgeführt. Eine Angabe, die die wirkliche Todesursache aber verschleiert. Bronislaw Stempniak ist an der unmenschlichen Behandlung im AEL Bremen-Farge umgekommen.

Wohnhaft war Stempniak letztmaligen Aufzeichnungen zu Folge, an diesem Gedenkstein-Verlege-Ort, der Marktstraße 9 in OHZ.

Mit den Erlassen der Reichsregierung vom 8. März 1940, den sog. Polen-Erlassen, schuf die nationalsozialistische Reichsregierung per Polizeiverordnung ein Sonderrecht für in das Deutsche Reich verschleppte polnische Zwangsarbeiter. Die rassistisch begründete Vorstellung von einer Minderwertigkeit der „Zivilarbeiter“ genannten Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen aus Polen war ein herausstechendes Merkmal dieser Anordnungen. Aufgrund des Erlasses vom 8.3.1940 musste Stempniak zum Preis von 10 Pfennig ein sogenanntes Polenabzeichen erwerben. Das Kennzeichen bestand aus einem auf der Spitze stehenden Quadrat aus gelbem Stoff, in der Mitte der Buchstabe P in violetter Farbe. Das Zeichen musste auf der rechten Brustseite jedes Kleidungstückes getragen werden.

Im November 1943 verhaftete die Gestapo Stempniak. Möglicherweise wurde ihm der Kontakt zu einem deutschen Mädchen zum Verhängnis. Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen war der Kontakt zu deutschen Frauen untersagt. Bei Nichtbeachtung dieses Verbotes drohten Gefängnisstrafen, die Einweisung in ein Arbeitserziehungslager oder auch die Todesstrafe.

Stempniak kam ins Arbeitserziehungslager Bremen-Farge. Das Arbeitserziehungslager Farge war in der Zeit des Nationalsozialismus eines der ersten und größten Arbeitserziehungslager in Niedersachsen. Es wurde von der Gestapo Bremen geführt und befand sich nacheinander an drei Standorten in Farge und im Grenzgebiet der damaligen Gemeinden Neuenkirchen und Rekum. Stampniak war in Neuenkirchen untergebracht.

Die Lebensbedingungen waren für die allermeisten Häftlinge miserabel. Zudem war die Ernährung seit 1942 stets völlig unzureichend. Im Arbeitserziehungslager Farge kamen infolge von Schwerstarbeit (u. a. auf der Baustelle des U-Boot-Bunkers Valentin), Unterernährung, Seuchen (Diphtherie, Fleckfieber, Ruhr), Bekleidungsmangel, sowie Misshandlungen und Tötungen durch das Lagerpersonal mindestens 199 Häftlinge ums Leben, weshalb es als eines der wenigen „Todeslager“ unter den Arbeitserziehungslagern galt.

In diesem Lager nahm der Zwangsarbeiter Stampinak am 17.02.1944 seinen letzten Atemzug.

Besondere: Stolpersteinpate ist die Polizei Verden / Osterholz

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