Biografie von Jakob Franz
Jakob Franz, 1874 in St. Martin in der Pfalz geboren, übernahm die Pfarrei Ensheim am 25. November 1925. Er engagierte sich für seine Gemeinde, ließ während seiner zehnjährigen Amtszeit die Eschringer Pfarrkirche erbauen und organisierte die Ausmalung der Ensheimer Pfarrkirche St. Peter, erweiterte das katholische Vereinshaus und sorgte für eine Siedlung von Eigenheimen für kinderreiche Familien. Schon 1930 warnte er offen, klar und konsequent vor Nationalsozialisten und Kommunisten als Feinden der Demokratie. Trotz Einschüchterungsversuchen blieb er dieser Linie treu. Mit Blick auf die Saarabstimmung 1935 kämpfte er gegen die Rückgliederung an Hitler-Deutschland. Die NSDAP und Gestapo wurden auf ihn aufmerksam und um angekündigter Gewalt zu entgehen floh er in der Nacht des 13. Januar 1935 ins Ausland. Bis Anfang der 1950er Jahre lebte er in Argentinien, kehrte zu seiner Schwester in die Pfalz zurück und starb dort 1969.
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