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Familie Dresel

Biografie von Artur, Mehta, Klaus Julius und Hans Ulrich Dresel

****Am 18. Mai 2022 werden weitere 24 Stolpersteine in Görlitz verlegt in Anwesenheit des Kölner Künstlers und Initiator der Stolpersteine, Gunter Demnig. Vier davon erinnern an die Familie von Artur Dresel. Verlegung finden die Stolpersteine auf dem Obermarkt 6 wo einst das Ladengeschäft der Dresels zu finden war.****

Artur Dresel wurde am 22. September 1935 im Alter von 56 Jahren in einer Gefängniszelle der Gestapo in Breslau ermordet. Er war in Görlitz das erste Todesopfer der nationalsozialistischen Judenverfolgung, eine Vorbotin der Shoah. Als stadtweit bekannter Sozialdemokrat und als Jude war er seit längerer Zeit in den Augen der Nazis eine Person, die es zu eliminieren galt.

Artur wurde am 22. März 1879 in Görlitz geboren. Er hatte eine zwei Jahre ältere Schwester, Hedwig, die 1943 in Theresienstadt ermordet wurde. Ihre Eltern waren Moritz Dresel und Salomea, geb. Weyl. Moritz, 1840 im schlesischen Grünberg (heute Zielona Góra) geboren, kam 1875 nach Görlitz und gründete ein Geschäft für Herren-, Damen und Kinderbekleidung, das später von seinem Sohn Artur weitergeführt wurde. Ab 1889 befand sich dies auf zwei Etagen der Adresse Obermarkt 6.

Artur heiratete am 3. Februar 1907 Mehta Goldstein in der Görlitzer Synagoge. Sie hatten zwei Söhne, den 1909 geborenen Klaus Julius und den 1918 geborenen Hans Ulrich. Schon 1906 war Artur Dresel in die Sozialdemokratische Partei eingetreten und wurde danach auch eine wichtige Stütze der Tätigkeit sämtlicher anderer Organisationen der Partei. In der Weimarer Republik unterstützte er die Selbstschutzorganisation „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ der Sozialdemokraten und anderer demokratischer Parteien finanziell. Er war aber vor allem bis 1933 in vielen Ehrenämtern in der Stadt aktiv, unter anderem als ehrenamtlicher Wohlfahrtspfleger und als Jugendschöffe. Er schrieb auch sowohl Theaterkritiken für den Görlitzer Anzeiger als Beiträge für das Parteiblatt Görlitzer Volkszeitung. In manchen Jahren war er auch Repräsentant in der Gemeindevertretung der Synagogengemeinde.

Die von der NSDAP gewählte Mittel um Artur Dresel zu vernichten folgten dem überall verwendeten Muster: Verleumdung, Denunziation und Terror. Am 25. Juni 1935 wurde er denunziert und unter dem Vorwand eines angeblichen Sittlichkeitsverbrechens von der Gestapo verhaftet. Eine in dem lokalen Naziblatt und im „Stürmer“ inszenierte Pressekampagne gegen den „Rassenschänder“ folgte. In Görlitz hatten die Nazis aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht – am 16. August wurde Artur durch das Landgericht freigesprochen. Die Gestapo ließ aber nicht locker und sorgte dafür, dass er bei einem Besuch in Breslau (heute Wroclaw) gegen Ende August erneut festgenommen wurde und in dem dortigen Polizeigefängnis verhört wurde. Drei Wochen später war er tot. Sein Sohn Hans Ulrich, der zu der Zeit eine Lehre in Breslau absolvierte, bekam die blutigen Kleider ausgehändigt, der Leichnam war schon eingeäschert worden.

Die Aschen wurden im deutschen Teil des städtischen Friedhofs Gräbschen in Breslau beigesetzt. Dieser Teil des Friedhofs wurde in den 1970er Jahren eingeebnet und zu einem bewaldeten Stadtpark gemacht.

Hans Ulrich Dresel, der am 19. November 1918 in Görlitz geborene jüngere Sohn, bei Familie und Freunden als Ulli bekannt, blieb nach dem Mord an seinen Vater nicht lang in Deutschland. Am 11. Januar 1937 reiste er von Hamburg aus nach Brasilien.
Er hatte ursprünglich vorgehabt nach dem Besuch des Städtischen Realgymnasiums das Abiturientenexamen zu machen und Jura oder Volkswirtschaft zu studieren. Nach Hitlers Machtergreifung war ihm allerdings klar geworden, dass er als Jude diese Pläne nicht würde ausführen können. Deswegen verließ er die Schule mit dem Zeugnis der mittleren Reife im März 1934 und begann in Breslau eine Lehre als Holzkaufmann. Nach dem Mord an seinem Vater konnte er die Lehre nicht abschließen, beantragte ein Touristenvisum nach Brasilien und kaufte, wie dafür vorgeschrieben, eine Rückfahrkarte für die Reise.

In Brasilien angekommen und ohne Verbindungen bekam er Arbeit in einer Flaschenfabrik als Transportarbeiter. Nach einem Jahr fand er Arbeit als Wirtschaftskorrespondent und konnte aufsteigen, so dass er später kaufmännischer Direktor in einer großen Straßenbaufirma in Rio de Janeiro wurde. 1952 heiratete er dort Ursula Schweitzer, die nach dem Krieg ihre Erlebnisse als sog. „Halbjüdin“ hinter sich lassen wollte und Deutschland verlassen hatte.

Aufgrund gesundheitlicher Probleme kehrten Hans Ulrich und Ursula Dresel 1963 nach Deutschland zurück. Hier traf Ulli eine alte Freundin aus Görlitzer Zeiten. Aus dieser langjährigen Beziehung entstand Christine, sein einziges Kind.

Hans Ulrich Dresel starb am 1. Dezember 1998 und wurde auf dem Jüdischen Friedhof Heerstraße im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf bestattet.

Arturs Ehefrau Mehta Dresel, geb. Goldstein war die am 14. Februar 1885 geborene Tochter und jüngstes Kind des Weinhändlers und Hoteliers Nathan Goldstein und seiner Ehefrau Julie geb. Braun. Mehta absolvierte als 20-jährige das Lehramtsexamen und war bis zur Heirat Lehrerin. Ihr Onkel Eugen Goldstein war ein Physiker, der die elektrische Ablenkbarkeit der Kathodenstrahlen entdeckte, aber wegen seiner jüdischen Abstammung keine Professur bekam. Nathan Goldstein war im Jahr 1883 aus Ratibor (heute Raciborz) nach Görlitz gekommen und hatte am Postplatz 20 das Viktoria Hotel eröffnet. Dort betrieb er auch eine Weinhandlung, die er nach der Schließung des Hotels im Jahr 1916 weiterführte.

Während der Verhaftung ihres Mannes und auch nach dessen Ermordung versuchte Mehta mit ihrem älteren Sohn Klaus das Geschäft im Gang zu halten, aber dies gelang ihnen letztendlich nicht. Gleichzeitig war sie, wie auch früher, in der Abteilung Hilfe und Aufbau der Görlitzer Synagogen-Gemeinde ehrenamtlich tätig. Im März 1939 heiratete sie in zweiter Ehe den Breslauer Arzt Walter Redlich nach dessen Entlassung aus dem KZ Buchenwald. Im Jahr 1941 konnten sie mit einem der letzten Schiffe Deutschland verlassen und zu ihrem Sohn in Brasilien reisen. Am 4. Oktober 1947 starb sie in Rio de Janeiro.

Klaus Julius Dresel, der ältere Sohn des Ehepaars Dresel, wurde am 26. Oktober 1909 in Görlitz geboren. Es war geplant, dass er das Geschäft seines Vaters weiterführen sollte, aber nach dem Mord an seinen Vater musste auch er aus Deutschland fliehen. Er hat sich nach Montevideo in Uruguay retten können. Dort heiratete er 1947 die aus Galizien stammende Rosita Haring. Aus der Ehe stammen die zwei Kinder Arturo und der in Uruguay bekannte Buchautor Dr. Walther Dresel. Klaus Dresel starb am 1. Mai 1973 in Montevideo.

Quellen
1) Aufzeichnungen und Dokumente aus dem Nachlass Hans Ulrich Dresel

2) Gesprächsnotizen Christine Tritsch mit Hans Ulrich Dresel

3) Adressbücher und Matrikel

4) Artikel von Dr. Ernst Kretzschmar, Sächsische Zeitung Jg. 43, Nr. 274, S.8.

5) Roland Otto, „Die Verfolgung der Juden in Görlitz“, Schriftreihe Ratsarchiv Görlitz.

Autor: Mark F. Tritsch (Schwiegersohn von Hans Ulrich Dresel).

Die Patenschaft der vier Stolpersteine in Erinnerung an die Familie Artur Dresel, hat der SPD Ortsverein Görlitz übernommen. Vielen Dank dafür.
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POLSKI:
Rodzina Dreselów

Artur Dresel został zamordowany w celi więzienia Gestapo w Breslau 22 września 1935 roku w wieku 56 lat. W Görlitz był pierwszą ofiarą śmiertelną narodowosocjalistycznych prześladowań Żydów, zwiastunem Shoah. Jako znany w całym mieście socjaldemokrata i jako Żyd był od pewnego czasu w oczach nazistów osobą, którą należy wyeliminować.

Artur urodził się w Görlitz 22 marca 1879 roku. Miał starszą o dwa lata siostrę Hedwig, która została zamordowana w Theresienstadt w 1943 roku. Ich rodzicami byli Moritz Dresel i Salomea, z domu Weyl. Moritz, urodzony w 1840 roku w Grünberg (dziś Zielona Góra) na Śląsku, przybył do Görlitz w 1875 roku i założył sklep z odzieżą męską, damską i dziecięcą, który później kontynuował jego syn Artur. Od 1889 roku mieścił się on na dwóch piętrach budynku przy Obermarkt 6.

Artur poślubił Mehtę Goldstein 3 lutego 1907 roku w synagodze w Görlitz. Mieli dwóch synów: Klausa Juliusa, urodzonego w 1909 roku, i Hansa Ulricha, urodzonego w 1918 roku. Artur Dresel już w 1906 roku wstąpił do Partii Socjaldemokratycznej, a następnie stał się ważnym filarem działalności wszystkich innych organizacji tej partii. W Republice Weimarskiej wspierał finansowo organizację samoobrony "Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold" socjaldemokratów i innych partii demokratycznych. Artur był aktywny na wielu honorowych stanowiskach w mieście, szczególnie do 1933 roku, między innymi jako honorowy opiekun społeczny i radny młodzieżowy. Pisał również recenzje teatralne dla "Görlitzer Anzeiger" oraz artykuły do partyjnej gazety "Görlitzer Volkszeitung". Był także przedstawicielem wspólnoty synagogalnej w radzie miejskiej.

Środki wybrane przez NSDAP, by zniszczyć Artura Dresela, były zgodne ze schematem stosowanym wszędzie: oszczerstwa, donosy i terror. 25 czerwca 1935 roku został zadenuncjowany i aresztowany przez Gestapo pod pretekstem rzekomego przestępstwa obyczajowego. W lokalnej nazistowskiej gazecie i w "Stürmerze" rozpętała się kampania prasowa przeciwko "oszczercy rasowemu". Jednak w Görlitz naziści obeszli się bez właściciela - 16 sierpnia Artur został uniewinniony przez sąd okręgowy. Gestapo nie dało jednak za wygraną i dopilnowało, by został ponownie aresztowany podczas wizyty w Breslau (dziś Wrocław) pod koniec sierpnia, gdzie Artur był przesłuchiwany w więzieniu policyjnym. Trzy tygodnie później już nie żył. Jego syn Hans Ulrich, który w tym czasie odbywał praktykę we Wrocławiu, otrzymał zakrwawione ubranie wraz ze szczątkami Artura, które zostały już skremowane.

Prochy zostały pochowane w niemieckiej części cmentarza komunalnego Gräbschen w Breslau. Ta część cmentarza została zniwelowana w latach 70. i zamieniona w zadrzewiony park miejski.

Hans Ulrich Dresel, młodszy syn Dreselów, urodził się 19 listopada 1918 roku w Görlitz. Rodzinie i przyjaciołom znany był jako Ulli. Po zabójstwie ojca Ulli nie pozostał długo w Niemczech. 11 stycznia 1937 roku wyruszył z Hamburga do Brazylii.

Pierwotnie planował zdać maturę po ukończeniu Städtisches Realgymnasium i studiować prawo lub ekonomię. Jednak po przejęciu władzy przez Hitlera stało się dla niego jasne, że jako Żyd nie będzie mógł zrealizować tych planów. To był główny powód, dla którego w marcu 1934 roku opuścił szkołę ze świadectwem maturalnym. Ulli rozpoczął praktykę jako handlarz drewnem w Breslau. Po zabójstwie ojca nie był w stanie ukończyć praktyki. Złożył wniosek o wizę turystyczną do Brazylii i kupił bilet powrotny na podróż, co było wymagane przy tego typu wizie.

Będąc już w Brazylii i nie mając znajomości, znalazł pracę w fabryce butelek jako pracownik transportu. Po roku znalazł pracę jako korespondent biznesowy i mógł awansować, zostając później dyrektorem handlowym w dużej firmie budującej drogi w Rio de Janeiro. W 1952 roku ożenił się z Ursulą Schweitzer. Ursula przyjechała do Brazylii po wojnie, próbowała uciec od doświadczeń, które miała za sobą jako tak zwana "pół-Żydówka".

Ze względu na problemy zdrowotne Hans Ulrich i Ursula Dresel wrócili do Niemiec w 1963 roku. Tutaj Ulli spotkał starego przyjaciela z czasów, gdy mieszkał w Görlitz. Z tego długotrwałego związku urodziła się Christine, jego jedyne dziecko.

Hans Ulrich Dresel zmarł 1 grudnia 1998 roku i został pochowany na cmentarzu żydowskim Heerstraße w berlińskiej dzielnicy Charlottenburg-Wilmersdorf.

Żona Artura, Mehta Dresel, z domu Goldstein, była córką i najmłodszym dzieckiem handlarza winem i hotelarza Nathana Goldsteina oraz jego żony Julie z domu Braun. Urodziła się 14 lutego 1885 roku. Mehta zdała egzamin nauczycielski w wieku 20 lat i była nauczycielką aż do ślubu. Jej wujek Eugen Goldstein był fizykiem, który odkrył elektryczną podatność promieni katodowych na ugięcia, ale nie otrzymał profesury ze względu na swoje żydowskie pochodzenie. Nathan Goldstein przybył do Görlitz z Ratibor (dziś Racibórz) w 1883 roku i otworzył hotel Viktoria przy Postplatz 20. Prowadził tu także winiarnię, którą kontynuował po zamknięciu hotelu w 1916 roku.

W czasie aresztowania męża, a także po jego zabójstwie, Mehta próbowała utrzymać biznes wraz ze swoim starszym synem Klausem, ale ostatecznie im się to nie udało. W tym samym czasie, tak jak wcześniej, była aktywna jako wolontariuszka w Wydziale Pomocy i Budowy wspólnoty synagogalnej w Görlitz. W marcu 1939 roku wyszła za mąż za Waltera Redlicha, lekarza z Breslau, po jego uwolnieniu z obozu koncentracyjnego w Buchenwaldzie. W 1941 roku udało im się opuścić Niemcy na jednym z ostatnich statków, na którym podróżowali do swojego syna w Brazylii. Zmarła w Rio de Janeiro 4 października 1947 roku.

Klaus Julius Dresel, najstarszy syn Dreselów, urodził się w Görlitz 26 października 1909 roku. Pierwotnie Klaus był przygotowywany do przejęcia biznesu ojca, ale po zabójstwie ojca musiał uciekać z Niemiec. Udało mu się uciec do Montevideo w Urugwaju. Tutaj w 1947 roku ożenił się z Rositą Haring, pochodzącą z Galicji. Klaus i Roista mieli dwoje dzieci: Arturo i Dr. Walthera Dresela - znanego w Urugwaju pisarza. Klaus Dresel zmarł w Montevideo 1 maja 1973 roku.

Źródła
1) Zapiski i dokumenty z majątku Hansa Ulricha Dresela.

2) Notatki z wywiadów Christine Tritsch i Hansa Ulricha Dresela

3) Książki adresowe i rejestry

4) Artykuł dr Ernsta Kretzschmara, Sächsische Zeitung Jg. 43, No. 274, s.8.

5) Roland Otto, "Die Verfolgung der Juden in Görlitz" (Prześladowanie Żydów w Görlitz), seria publikacji Archiwum Rady Miasta Görlitz.

Autor: Mark F. Tritsch (zięć Hansa Ulricha Dresela).
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ENGLISH:
The Dresel family

Artur Dresel was murdered in a Gestapo prison cell in Breslau on September 22, 1935 at the age of 56. In Görlitz he was the first fatality of the National Socialist persecution of Jews, a harbinger of the Shoah. As a social democrat known throughout the city and as a Jew, he had for some time been a person to be eliminated in the eyes of the Nazis.

Artur was born in Görlitz on March 22, 1879. He had a sister, Hedwig who was two years older- she was murdered in Theresienstadt in 1943. Their parents were Moritz Dresel and Salomea, née Weyl. Moritz, born in 1840 in Grünberg (today Zielona Góra) in Silesia, came to Görlitz in 1875 and founded a shop for men's, women's and children's clothing, which was later continued by his son Artur. From 1889 this was located on two floors of the building located at Obermarkt 6.

Artur married Mehta Goldstein on 3 February 1907 in the Görlitz synagogue. They had two sons, Klaus Julius, born in 1909, and Hans Ulrich, born in 1918. Artur Dresel had already joined the Social Democratic Party in 1906 and subsequently also became an important pillar of the activities of all the party's other organisations. In the Weimar Republic he financially supported the self-defence organisation "Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold" of the Social Democrats and other democratic parties. Artur was active in many honorary positions in the city, especially until 1933, including as an honorary welfare officer and as a youth alderman. He also wrote theatre reviews for the Görlitzer Anzeiger as well as articles for the party newspaper Görlitzer Volkszeitung. He also served as a representative on the municipal council of the synagogue community.

The means chosen by the NSDAP to destroy Artur Dresel followed the pattern used everywhere: slander, denunciation and terror. On June 25, 1935 he was denounced and arrested by the Gestapo under the pretext of an alleged crime of morality. A press campaign staged in the local Nazi newspaper and in the "Stürmer" against the "racial defiler" followed. In Görlitz, however, the Nazis had reckoned without the landlord - on August 16, Artur was acquitted by the regional court. The Gestapo did not let up, however, and made sure that he was arrested again during a visit to Breslau (today Wroclaw) towards the end of August where Artur was interrogated at the police prison. Three weeks later he was dead. His son Hans Ulrich, who was doing an apprenticeship in Breslau at the time, was handed the bloody clothes along with Artur's remains which had already been cremated.

The ashes were buried in the German part of the Gräbschen municipal cemetery in Breslau. This part of the cemetery was levelled in the 1970s and turned into a wooded city park.

Hans Ulrich Dresel, the Dresel's younger son was born in Görlitz on November 19, 1918. He was known to family and friends as Ulli. Ulli did not stay long in Germany after his father's murder. On January 11, 1937, he travelled from Hamburg to Brazil.

He had originally planned to take the Abitur exam after attending the Städtisches Realgymnasium and study law or economics. After Hitler's seizure of power, however, it became clear to him that as a Jew he would not be able to carry out these plans. This was the main reason why he left school in March 1934 with his secondary school certificate. Ulli began an apprenticeship as a wood merchant in Breslau. After his father's murder, he was unable to complete the apprenticeship. He applied for a tourist visa to Brazil and bought a return ticket for the journey, as was required for this type of visa.

Once in Brazil and without connections, he got work in a bottle factory as a transport worker. After a year, he found work as a business correspondent and was able to move up, later becoming commercial director in a large road construction company in Rio de Janeiro. In 1952, he married Ursula Schweitzer. Ursula arrived in Brasil after the war, She was trying to escape from her experiences as a so-called "half-Jew" behind her.

Due to health problems, Hans Ulrich and Ursula Dresel returned to Germany in 1963. Here, Ulli met an old friend from his days in Görlitz. Christine, his only child, was born from this long-term relationship.

Hans Ulrich Dresel died on December 1, 1998 and was buried at the Jewish cemetery Heerstraße in the Berlin district of Charlottenburg-Wilmersdorf.

Artur's wife Mehta Dresel, née Goldstein was the daughter and youngest child of the wine merchant and hotelier Nathan Goldstein and his wife Julie née Braun. She was born on February 14, 1885. Mehta passed the teaching exam at the age of 20 and was a teacher until her marriage. Her uncle Eugen Goldstein was a physicist who discovered the electrical deflectability of cathode rays but did not get a professorship because of his Jewish ancestry. Nathan Goldstein had come to Görlitz from Ratibor (today Raciborz) in 1883 and opened the Viktoria Hotel at Postplatz 20. Here, he also ran a wine shop which he continued to operate after the hotel closed in 1916.

During her husband's arrest and also after his murder, Mehta tried to keep the business going with her older son Klaus, but they ultimately did not succeed. At the same time, as before, she was active as a volunteer in the Help and Construction Department of the Görlitz synagogue community. In March 1939 she married Walter Redlich, a doctor from Breslau after his release from Buchenwald concentration camp. In 1941 they were able to leave Germany on one of the last ships on which they travelled to their son in Brazil. She died in Rio de Janeiro on October 4, 1947.

Klaus Julius Dresel, the Dresel's eldest son, was born in Görlitz on October 26, 1909. Originally, Klaus was being trained to take over his father's business, but after his father's murder he too had to flee Germany. He managed to escape to Montevideo in Uruguay. Here, he married Rosita Haring, a native of Galicia, in 1947. Klaus and Roista had two children: Arturo and Dr. Walther Dresel- a well-known author in Uruguay. Klaus Dresel died in Montevideo on May 1, 1973.

Sources
1) Records and documents from the estate of Hans Ulrich Dresel

2) Interview notes between Christine Tritsch and Hans Ulrich Dresel

3) Address books and registers

4) Article by Dr. Ernst Kretzschmar, Sächsische Zeitung Jg. 43, No. 274, p.8.

5) Roland Otto, "Die Verfolgung der Juden in Görlitz" (The Persecution of the Jews in Görlitz), series of publications by the Görlitz Council Archives.

Author: Mark F. Tritsch (son-in-law of Hans Ulrich Dresel).

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