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Lina Girr

Biografie von Lina Girr

Frauengraben 47 - Grabenhäuschen (Verlegung am 13.07.2018)

Lina Girr wurde am 12. Juli 1878 als uneheliches Kind in Ulm geboren. Sie lebte zusammen mit ihrer Mutter Babette Girr im Frauengraben 154 (heute 47). Aufgrund ihrer Erkrankung an Epilepsie sowie an einer „Seelenstörung“ und einer linksseitigen Lähmung kam sie 1894 nach Bethel in die Bodelschwinghsche Anstalt bei Bielefeld. 1922 wurde sie nach 18 Jahren als ungeheilt entlassen und in die Heilanstalt Weissenau eingewiesen. 1925 wurde sie in die Heilanstalt Liebenau überwiesen. Am 2. Juli 1940 verlegte man Lina Girr von dort nach Schussenried. Dies hatte allerdings keinen medizinischen Hintergrund, sondern diente der Verschleierung der Mordmaschinerie der „Aktion T4“. Tatsächlich wurde sie nur vier Wochen später am 29. Juli 1940 in die Tötungsanstalt Grafeneck gebracht und noch am selben Tag ermordet.

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