Biografie von Regina Spanier
Florastraße 84 (Früher Franz-Selde-Straße) ... Hier wohnte Regina Spanier
Gertrud und Simon Reifeisen sowie die Großmutter Regina Spanier werden am 26. Januar 1942 in der Rundhalle auf dem Wildenbruchplatz in Gelsenkirchen gesammelt. Dorthin wurden jüdische Menschen aus Recklinghausen, Dorsten, Lembeck, Marl, Herne und Gelsenkirchen gebracht. Am 27. Januar morgens um drei Uhr wurden die Betroffenen am Güterbahnhof in Gelsenkirchen "verladen". Bei 30 Grad unter Null in unbeheiztem Wagen, ohne Wasser und sonstige Verpflegung führte die Deportations-route von Gelsenkirchen über Dortmund und Hannover. Unterwegs nahm der Deportationszug weitere Menschen auf. Der Transport endete am Rigaer Bahnhof Skirotava und bestand aus insgesamt etwa 1000 Personen.
Bei der Liquidierung des Ghettos Riga 1943 wird Regina Spanier ermordet. Simon Reifeisen wird 1942 bei der "Tötungsaktion Krebsbach" im KZ Kaiserwald/Riga ermordet. Gertrud Reifeisen wird ebenfalls vom Ghetto Riga in das KZ Kaiserwald überstellt und von dort in das KZ Stutthof bei Danzig gebracht. Ihr Todesdatum wird mit dem Jahr 1945 angenommen. Für Simon und Gertrud Reifeisen wurden in Dorsten STOLPERSTEINE verlegt, da sie dort ihren Lebensmittelpunkt hatten.
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