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Alfons Maria Wachsmann

Biografie von Alfons Maria Wachsmann

Alfons Maria Wachsmann geb. am 25.01.1896 in Berlin, 1921-1924 Kaplan der Heilig-Kreuz-Kirche in Görlitz Deportationsziel: Todesdatum/-ort: 21.02.1944, Zuchthaus Brandenburg

[DE] Alfons Maria Wachsmann ist der erste Nichtjude für den ein Stolperstein in Görlitz verlegt wurde. Er war von 1921 bis 1924 Kaplan in der Pfarrei Görlitz Heilig Kreuz in Görlitz – er wurde von den Nazis hingerichtet – neben dem Stolperstein, erinnert eine Gedenkplatte an der Pfarrkirche Heilig Kreuz an ihn.
„Opfer ungerechter Gewalt“ steht auf einer Gedenkplatte für Alfons Maria Wachsmann an der Pfarrkirche Heilig Kreuz in Görlitz. Er war dort Kaplan, wurde wegen seiner christlichen Überzeugung inhaftiert und starb unter dem Fallbeil der Nationalsozialisten.

Alfons Maria Wachsmann wurde am 25. Januar 1896 in Berlin geboren und wuchs nach dem Tod seines Vaters in Schlesien auf. Die leidvollen Erfahrungen als Kriegsfreiwilliger im Zweiten Weltkrieg führten ihn zu einer pazifistischen Einstellung. Nach Beendigung des Theologiestudiums wurde er im Juni 1921 in Breslau von Kardinal Bertram zum Priester geweiht. Seine erste Kaplanstelle trat er am 15. August 1921 in Görlitz Heilig Kreuz an. Nach zweieinhalb Jahren wurde er im Januar 1924 als Kaplan an die Herz Jesu Kirche in Berlin Prenzlauer Berg versetzt – Berlin gehörte damals noch zum Erzbistum Breslau. Am 8. Januar 1929 ernannte ihn Kardinal Bertram zum Pfarrer der Pfarrei St. Josef in Greifswald. Als solcher bezog Wachsmann früh Stellung gegen den Nationalsozialismus, in dem er ein Folterwerkzeug der Unfreiheit sah. In dem Maße, wie dieser die Unterdrückung der menschlichen Freiheit und die Missachtung der Menschenwürde ausweitete, wuchs seine Empörung. Besonders zu schaffen machte ihm die leichte Beeinflussbarkeit der Menschen und ihre schnelle Bereitschaft, sich dem Regime zu fügen. Sein Widerstand bestand vor allem in seinem unermüdlichen Bemühen, den Menschen seiner Pfarrei und besonders den Studenten christliche Überzeugungen entgegen der Nazi-Ideologie zu vermitteln und sie zu bestärken, standhaft zu bleiben. Pfarrer Wachsmann scheute sich nicht, in Gesprächen Kritik am Regime zu üben, Maßnahmen der Nazis anzuprangern und seine Ablehnung gegenüber dem Nationalsozialismus durch Verweigerung des Hitler-Grußes und Verweigerung von Gaben bei NS-Sammlungen deutlich zu machen. Dadurch wurde er zum Staats-Feind erklärt. Seit 1934 überwachte der damalige Staat das Telefon und seinen Schriftverkehr. Im Rahmen der Stettiner Gestapo-Aktion gegen katholische Geistliche wurde Wachsmann am 23. Juni 1943 verhaftet. Der sogenannte Volksgerichtshof, unter Leitung des berüchtigten Roland Freislers, erhob Anklage gegen Wachsmann. Am 3. Dezember 1943 wurde Pfarrer Alfons Wachsmann zum Tode verurteilt, am 5. Januar 1944 ins Zuchthaus Brandenburg–Görden überstellt und am 21. Februar 1944 dort durch das Fallbeil hingerichtet. Quelle: Bistum Görlitz www.bistum-goerlitz.de/?p=24338

Der Stolperstein in Erinnerung an Alfons Maria Wachsmann findet sich am Eingang zur Heilig-Kreuz-Kirche, auf der Struvestraße 19. Verlegt wurde dieser am 30.05.2017
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(PL): Już wkrótce
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(EN): Coming Soon

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