Biografie von Friedrich Benz
Friedrich Benz wurde am 11. Januar 1902 in Lahr geboren.
Am 18. Juni 1938 fand seine Festnahme in der Tramplerstraße 50 statt. Die Begründung lautete folgendermaßen: „Benz zählt zu den asozialen Personen. Er ist mehrfach vorbestraft...Benz ist ein arbeitsscheuer Mensch, der die ihm zugewiesenen Arbeitsstellen immer wieder aufgibt und so mit seiner Familie der Fürsorge zur Last fällt.“
Friedrich Benz wurde zunächst ins Bezirksgefängnis in Heidelberg gebracht und von dort aus am 11. Juli in das Konzentrationslager Dachau überführt.
Seine Schwiegermutter bat am 24. Juni 1938 schriftlich um die Freilassung von Friedrich Benz, da seine Familie ihn dringend bräuchte. Seine Frau sei mit ihrer eigenen Arbeit und der Erziehung dreier Kinder überfordert.
Das Bezirksamt Lahr antwortete ihr, dass „die Vorbeugungshaft (..) zu Recht erfolgt“ sei. „Benz werde heute nach dem Arbeitslager Dachau bei München verschubt, wo er im Sinne der Volksgemeinschaft eine Erziehung erfährt und ausdauerndes Arbeiten gelehrt wird.“
Einen weiteren Brief schrieb am 17. Juli 1939 der Schwiegervater Adolf Zieser an die Kriminalpolizei Karlsruhe. Der zuständige Regierungsreferendar Edmund Baumgartl antwortete darauf: “ Nach Rücksprache mit Krim. Sekr. Thiess habe ich festgestellt, dass eine vorzeitige Entlassung H. Benz`s aus der Vorbeugungshaft nicht befürwortet werden kann, da es sich bei B. um einen völlig haltlosen Menschen handelt. Es steht zu befürchten, dass er binnen kurzer Zeit seinen alten Lebenswandel wieder aufnimmt.“
Friedrich Benz wurde im Januar 1940 in Mauthausen ermordet.
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Quellen & Impressum
Stolpersteininitiativen Lahr, Friesenheim, Schuttern, Nonnenweier, Kippenheim
Als kurze Vorabinfo: Grundlagen für die Stolpersteine in Lahr wurden gelegt durch intensive Recherchen und Veröffentlichungen von Hildegard Kattermann. Weiterhin durch intensive Recherchen und Bearbeitung von Gardy Ruder.
Die hier dargestellten Inhalte und Quellenmaterial werden recherchiert, vorbereitet, gesammelt und bereitgestellt durch den Historischen Verein Mitelbaden, Ortsgruppe Geroldsecker Land Projektgruppe Stolpersteine. Intensiv in die Arbeit mit eingebunden sind insbesondere Doris Gerteis, Bertram Bliss sowie durch städtische Unterstützung Elise Voerkel und Thorsten Mietzner vom Stadtarchiv Lahr.
Im Schuljahr 2013/2013 wurde in Zusammenarbeit mit der Schulklasse 10a der Friedrichschule unter Leitung ihrer Lehrerin gemeinsam mit dem Herausgeber Historischer Verein Mittelbaden, Regionalgruppe Geroldsecker Land mit vielen hier Unerwähnten ein kleines Buch als Anfang der öffentlich zugänglichen Dokumentation der Verfolgung und Ermordung von Lahrer Bürgern während des nazionalsozialistischen Terrorregimes erstellt.
ISBN978-3-89735-865-2.
Aktuell wird an einer erweiterten Neuauflage gearbeitet.
Inzwischen werden hier neben den Stolpersteinen in Lahr auch die der Nachbargemeinden Friesenheim, Schuttern dargestellt und eingepflegt.
Auch die Steine in Schwanau und Kippenheim werden inzwischen mit verortet.
Recht herzlichen Dank für die Zurverfügungstellung der externen Informationen an
- Ekkehard Klem, Friesenheim
- Martin Buttenmüller, Schuttern
- Stolpersteininitiative um Dagmar Frenk sowie Martin Frenk mit Norbert Klein sowie
Pfadfindergruppe Regenbogen, Nonnenweier.
- Jürgen Stude als Vertreter des Fördervereins Ehemalige Synagoge Kippenheim.
Die Stolpersteine in Lahr werden regelmässig in Zusammenarbeit mit Lahrer Schülern gereinigt, seit 2023 führt der Projekttag mit Gruppenarbeit schulübergreifend in die Geschichte ein.
Neben Stolpersteinen sind auch Orte der Erinnerung mit dargestellt, welche im Zusammenhang mit den Stolpersteinen und der Geschichte der Verfolgung relevant sind.
Geschlechts- und Alterszuordnung ist bei Orten der Erinnerung programmbedingt nicht vermeidbar und nicht relevant.
Die Inhalte des Stolpersteine-Guide für Lahr und die oben genannten Umlandgemeinden werden administrativ verwaltet von Bertram Bliss, Fichtestr. 58 in Lahr.
Lahr, den 27.01.2025