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Familie Markus Schott

Biografie von Markus Schott *1864, Mathilde Schott *1877, Siegfried Schott *1907 und Johanna Reis *1872

Vor dem Haus in der Frankfurter Str. 35 wurden vier Stolpersteine verlegt: Für Markus (*1864) und Mathilde Schott, geborene Guckenheimer (*1877), für deren Sohn Siegfried (*1907) und für Johanna Reis, geborene Guckenheimer (*1872), der Schwester von Mathilde. Die beiden Schwestern waren die Töchter des Firmengründers des in diesem Haus befindlichen Geschäftes für Manufakturwaren und Schuhen. Nach der Heirat von Mathilde mit Markus Schott ging die Firma Guckenheimer allmählich in die Firma Schott über. 1934 zog Johanna unfreiwillig nach Frankfurt, von dort wurde sie im Alter von 70 Jahren 1942 nach Theresienstadt deportiert und zusammen mit ihrem Mann Hugo Reis ermordet. In der Pogromnacht 1938 wurde der Hausrat in der Frankfurter Straße demoliert und verbrannt. Markus, Mathilde und Sohn Siegfried zogen noch im Dezember 1938 nach Frankfurt. Siegfried gelang mit 33 Jahren 1940 die Flucht in die USA. Seine Eltern überlebten nicht, sie wurden 1942 deportiert und in Theresienstadt ermordet, 77 und 65 Jahre alt.

Stolpersteinverlegung am 15. Mai 2018
Weitere Informationen auf www.erinnerung.org

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Quellen & Impressum

Erinnerungsinitiative "Juden in Groß-Gerau. Eine lokale Spurensuche"

Auf unserer Webseite finden Sie weitere Informationen über die 700 Jahre lange Geschichte der jüdischen Gemeinde in Groß-Gerau. Dort werden auch alle bis heute festgestellten Wohn- und Geschäftshäuser mit ihren damaligen Bewohnern vorgestellt, für die bisher noch keine Stolpersteine verlegt wurden.

www.erinnerung.org
Hans-Georg Vorndran, Büttelborn
info@erinnerung.org

In Kooperation mit dem Evangelischen Dekanat Groß-Gerau und dem Förderverein für jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau e.V. Die Erinnerungsinitiative "Juden in Groß-Gerau" ist Mitglied der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit in Hessen (LAG).