Biografie von Oskar Mayer, Rosa Mayer, Hans Mayer und Hedwig Weil, geb Mayer
Oskar Mayer, geb. am 14.11. 1883, war verheiratet mit Rosa Mayer, geb. Kann, geb. am 9.12.1880. Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor: Hans Mayer, geb. am 26.1. 1913 und Hedwig Mayer, geb. am 1.4.1911. Die Familie Mayer hatte ein gutgehendes Konfektionsgeschäft, - heute würde man sagen: ein Oberbekleidungsgeschäft für Damen und Herren - in der Bahnhofstraße 33. Tochter Hedwig heiratete einen Herrn Weil, - dessen Vornamen nicht erkundet werden konnte - und zog mit ihm nach Meisenheim. Sohn Hans half im Geschäft der Eltern. Am 10.11.1938 wurden Vater Oskar und Sohn Hans Mayer am Morgen gemeinsam mit anderen Männern aus Kusel verhaftet und nach Dachau gebracht. Mutter Rosa Mayer wurde am Nachmittag dieses 10. November gemeinsam mit anderen Frauen und Kindern zur französischen Grenze gefahren. Ergänzend gibt es die Information, dass nach der Polizeiliste 1962 Rosa, Hans und Oskar Mayer sich am 25.1.1939 aus Kusel abgemeldet hatten, um nach Dordrecht in Holland zu ziehen. Dies muss kein Widerspruch sein, da sie sich auch nach der Emigration nach Holland in Kusel per Brief abgemeldet haben könnten.
Wie aus den Unterlagen der Opferliste in Yad-Vashem hervorgeht, müssen sie danach tatsächlich nach Holland geflohen sein und sind dann dort nach dem Einmarsch der Deutschen verhaftet und nach Sobibor deportiert worden.
Die Eltern sind am gleichen Tag, am 9.4.1943, in Sobibor ermordet worden. Der Sohn wurde dort auch am 2.12. 1943 ermordet.
Tochter Hedwig, verheiratete Weil, ist offenbar auch nach Holland geflohen und dort ebenso verhaftet, jedoch nach Auschwitz deportiert worden. Drei Monate vor der Befreiung des Vernichtungslagers wurde sie am 6.10.1944 ermordet. Aus dem Gerichtsprotokoll erfahren wir:
"Laubenstein teilte Göttel dabei mit, dass an diesem Tag eine Aktion gegen Judenfa-milien geplant sei, Göttel solle dafür sein Fahrzeug zur Verfügung stellen. Nachdem Göttel die Milch bei der Molkerei abgeliefert hatte, fuhr er in die Bahnhofstraße, wo der „Demonstrationszug“ mittlerweile angekommen war. Dort fuhr er mit dem Traktor direkt in das Schaufenster des Geschäfts von Oskar Mayer, wobei er anschließend aus den Auslagen eine Lederjacke stahl.
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Quellen & Impressum
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Sprecher des Bündnisses ist: Hans-Christian von Steinaecker
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Mobil: 0171 640 22 92
E-mail: hcfrost137@outlook.de
In einem umfangreichen Buch ist das Schicksal aller damaligen jüdischen Mitbürger dargelegt. Es trägt den Titel: "... auf Lastwagen fortgeschafft"
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