Biografie von Franz Xaver Maier
Bruder Franz Xaver Maier SAC
Franz Xaver Maier wurde am 5. August 1910 in Reithof bei Regensburg geboren. Er war ein Anhänger der katholischen Jugendbewegung und stand den Nationalsozialisten ablehnend gegenüber.
1933 trat er in Limburg der Gemeinschaft der Pallottiner bei. Am 24. September 1936 legte er seine Profess ab.
Er arbeitete in der Landwirtschaft der Pallottiner und war vor allem als Traktorfahrer tätig.
Als es am 14. Juli 1942, dem Namenstag des Provinzials, für die Hausgemeinschaft sowie für Personal und Patienten des Hilfskrankenhauses Kuchen gab, nahm die im Haus ansässige Gestapo dies zum Vorwand, die leitenden Brüder der Versorgungsbetriebe unter dem Vorwurf der „Lebensmittelschiebungen“ festzunehmen. Tatsächlich war über längere Zeit Mehl eingespart worden, um den Festtag zu begehen.
Bruder Franz Xaver Maier wurde am 24. Juli 1942 ins Gefängnis Frankfurt-Preungesheim gebracht. Am 18. August 1942 starb er im Gefängnis. Laut Mitteilung der Gestapo habe er Suizid begangen. In der Limburger Pallottinergemeinschaft und auch der Stadt wurde dies aber nicht geglaubt. 1948 sagte der Limburger Anton Wagner aus, Bruder Maier sei von der Gestapo ermordet worden.
© Stadtarchiv Limburg a. d. Lahn
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